München - Ab 2013 soll der neue Windpark der Stadtwerke (SWM) in der Nordsee stehen - und ökologischen Strom für 140.000 Münchner Haushalte liefern. Das Projekt kommt zügig voran.

Vor der Nordseeinsel Juist sollen die 80 Turbinen Wind in Energie für Münchner Privathaushalte umwandeln. Grafik: mm
Wie die SWM jetzt mitteilten, ist der Kauf der benötigten 80 Windkraft-Turbinen so gut wie unter Dach und Fach. „Global Tech I“ heißt der Windpark, an dem die Stadtwerke über die Projektgesellschaft „Wetfeet Offshore Windenergy Gmbh“ mit 24,9 Prozent beteiligt sind (wir berichteten). Die Anlage 93 Kilometer nördlich der nordfriesischen Insel Juist soll eine Leistung von 400 Megawatt haben und jährlich 1,4 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren. 350 Millionen davon sollen nach München fließen. Damit würden die SWM ihre Produktion regenerativer Energien auf einen Schlag verdoppeln.
Gut 700 Millionen Euro kosten die 80 5-Megawatt-Windturbinen, die der Windkraftanlagen-Hersteller Multibrid, eine Tochter des französischen Technologiekonzerns Areva mit Sitz in Bremerhaven, liefern soll. Insgesamt wird der Windpark 1,3 Milliarden Euro kosten. Ein Viertel, 325 Millionen, müssen die Münchner Stadwerke aufbringen. Weitere Investoren sind neben den Projektentwicklern Norderland Projekt GmbH und FC Holding GmbH die Südhessische Energie AG (ebenfalls 24,9 Prozent) und ein süddeutsches privates Beteiligungsunternehmen.
Die Arbeiten für den Windpark in der dort 40 Meter tiefen Nordesse sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Stadtwerke wollen in den kommenden Jahren über eine Milliarde Euro investieren, unter anderem in Geothermie- und Biomasse-Projekte sowie in Solaranlagen. So sollen die SWM an einer Beteiligung an einem Solarpark in Südspanien interesiert sein.
wha
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