420.06.10|München|München|5
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München - Diesen Tag muss die Fahrerin wohl künftig als zweiten Geburtstag feiern. Die Frau war mit ihrem Fiat in ein Geländer gerast, das den Wagen regelrecht durchbohrte. Nur Zentimeter neben dem Fahrersitz.

© Gaulke
Nur wenige Zentimeter neben der Fahrerin wurde das Auto von dem Geländer durchbohrt.
Die Bulgarin war gegen 20.15 Uhr auf der Werinherstraße (Obergiesing) mit ihrem Fiat Punto auf Höhe der Bahnunterführung von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen das Geländer geprallt. Dabei bohrte sich das Vierkantrohr mit einem Durchmesser von 5 Zentimetern vom Motor durch den Innenraum und verließ das Fahrzeug durch die Heckklappe wieder. Der Schutzengel der Fahrerin war auf der Hut – sie wurde nur leicht verletzt.
Passanten befreiten die Frau aus dem Auto. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Risswunde an der rechten Seite des Brustkorbs. Das Eisen hatte sie nur gestreift. Die Feuerwehr musste mit Trennschleifern das Geländer absägen, bevor man das Auto vom Unfallort entfernen konnte.
Paulina A. kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Wenn sie wieder gesund ist, muss sie allerdings mit einigem Ärger rechnen. Polizisten hatten bei der Frau Alkohol gerochen und veranlasst, dass ihr Blut abgenommen wurde. Das würde auch erklären, warum die Frau von der Fahrbahn abkam. Außerdem war die 44-Jährige offenbar ohne gültigen Führerschein unterwegs. Zwar hatte sie eine bulgarische Fahrerlaubnis, die hätte sie aber umschreiben lassen oder den Führerschein neu machen müssen. Bei Bulgaren, die längere Zeit in Deutschland leben, verfällt sonst die Gültigkeit des Führerscheins.
Paulina A.s neunjähriger Sohn wartete derweil daheim auf seine Mutter. Die Polizei brachte den Bub zu seinem Vater in dessen Wohnung. Die Eltern leben derzeit in Trennung.
pv
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