Im Haupt- und Finanzausschuss wunderte sich Stephan Ebner (CSU) allerdings über vier Endgeräte des Netzwerkes, die für die Schulküche vorgesehen sind. „Rezepte kann man auch vorher ausdrucken“, fand er. Man laufe Gefahr, dass beim Kochen Soße in die teuren PC laufe.
„Die Art des Lernens hat sich geändert“, entgegnete Mittelschul-Rektor Udo Wiese. Ab der 8. Klasse verlange der Lehrplan statt der klassischen die so genannte Projekt-Prüfung. Das heißt, die Schüler müssen über vier Wochen hinweg im Internet recherchieren - unter anderem Rezepte. Auch eine Power-Point-Präsentation werde verlangt. Wenn eine Gruppe von 16 Schülern des Wahlpflichtfachs Arbeit Wirtschaft Technik gleichzeitig arbeite, sei ein PC zu wenig. Für die Projektarbeit benötige er deshalb in der Küche vier Kojen mit je einem Rechner, erläuterte der Rektor.
Statt der unterschiedlichen, altersschwachen Schüler-PC mit Röhrenmonitor würden 50 festinstallierte Endgeräte angeschafft, erklärte Ralf Kimmelmann, Daten-Beauftragter der Gemeinde. Ergänzt werde die Technik mit Whiteboards und neuer Netzwerkverteilung statt des unzumutbaren Kabelsalats. Im Lehrerzimmer werden zwei feste und zwei mobile Arbeitsplätze eingerichtet.
Das meiste Geld verschlingt laut Kimmelmann der Umbau des Serverraums mit künftig zentraler Administration. Durch die Einsparung der bisher fünf Server auf einen reduziere sich der Stromverbrauch im Gegenzug drastisch. Vernünftige Ausstattung sei für gute Berufschancen der Mittelschüler nötig, fand Jens Rindermann (Grüne). Er wollte aber wissen, inwieweit die Kosten steigen. Durch den neuen Serverraum werde zwar künftig Energie eingespart, antwortete Kimmelmann. Doch die Stromkosten seien gerade allgemein um 30 Prozent gestiegen.
















