Wahre Dankbarkeit Hilfsdienst Herrsching

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    • 29.01.13
    • Herrsching
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Wahre Dankbarkeit

Herrsching - Ein tragischer Unfall mit gutem Ende hat dem Hilfsdienst Herrsching ein stattliche Autoflotte beschert.

Die roten Flitzer unterstützen seit fast 25 Jahren die wertvolle Arbeit im Bereich häuslicher Pflege. Czasnys und die Damen vom Hilfsdienst sind darüber zu einem guten Team zusammengewachsen: (v.l.) Andrea Albrecht, Franz Czasny sen., Christine Czasny, Renate Albrecht, Carmen Fuchs, Claudia und Franz Czasny jun. Foto: Singer

Die roten Flitzer unterstützen seit fast 25 Jahren die wertvolle Arbeit im Bereich häuslicher Pflege. Czasnys und die Damen vom Hilfsdienst sind darüber zu einem guten Team zusammengewachsen: (v.l.) Andrea Albrecht, Franz Czasny sen., Christine Czasny, Renate Albrecht, Carmen Fuchs, Claudia und Franz Czasny jun. Foto: Singer

Sie gehören seit einem Vierteljahrhundert zum Ortsbild von Herrsching: kleine rote Flitzer mit der Aufschrift Hilfsdienst Herrsching. Bevor das Autohaus Czasny den Startschuss für einen mittlerweile stattlichen Fuhrpark von sieben Mazdas gab, waren die Mitarbeiter per pedes beziehungsweise mit dem Fahrrad zu den jeweiligen Klienten unterwegs.

„Wenn wir nach Breitbrunn oder Andechs mussten, waren wir auf den Bus angewiesen. Widdersberg konnte gar nicht bedient werden“, erzählt Vorstandsmitglied Renate Albrecht, seit 23 Jahren beim Hilfsdienst mit dabei. Dabei hat die Organisation den Fuhrpark einem eher tragischen Ereignis zu verdanken. Vor gut 25 Jahren hatte Seniorchef Franz Czasny einen schweren Unfall. „Damals gelobte ich, wenn mein Mann wieder gesund wird, etwas Gutes zu tun“, erzählt Christine Czasny. Sie ist heute nach einem Schlaganfall selbst auf den Rollstuhl angewiesen. Es ging gut aus, Franz Czasny wurde gesund und der Zufall wollte es, dass dem Ehepaar Czasny zeitgleich ein Zeitungsbericht in die Hände fiel. „Wir lasen, dass die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des Hilfsdienstes Herrsching alle Wege entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen mussten. Da wussten wir, dass Hilfe Not tut. Der Hilfsdienst war damals der alleinige Anbieter der häuslichen Krankenpflege in Herrsching, Breitbrunn und Andechs“, betont Czasny.

Gesagt getan, 1987 erhielt der Hilfdienst den ersten gebrauchten Mazda. „Für uns war das wie ein Sechser im Lotto. Wir stiegen sozusagen vom Fahrrad auf das Auto um“, erinnert sich Renate Albrecht. „Plötzlich konnten wir dank Familie Czasny auch sämtliche Klienten in den Außenbereichen versorgen.“ Die Unterstützung durch das Autohaus hält weiter an. Insbesondere, wenn die gesponserten Autos gewartet oder gewaschen werden müssen. Wegen der besseren Erkennbarkeit hat Franz Czasny sogar erreicht, dass alle sieben Fahrzeuge das Kennzeichen STA-HD bekamen.

„Wir versorgen damit 80 Klienten in den Gemeindebereichen Andechs und Herrsching“, erläutert Albrecht. „Unsere rund 40 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr immerhin 76 000 Kilometer zum Wohle der Klienten zurückgelegt.“

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