Starnberg - Die Grenze ist erreicht: Starnbergs Feuerwehrreferent Josef Huber sieht die Belastungen durch viele Einsätze für die ehrenamtlichen Mitglieder der Starnberger Feuerwehr fast erreicht. Er will angesichts 433 Einsätzen in 2010 über festangestelltes Personal reden.

Ein Leben bei der Feuerwehr: Vorsitzender Uli Wörsching (l.) und Kommandant Christian Reichert (2.v.l.) zeichneten eine ganze Reihe Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft aus. Darunter war auch Josef Jägerhuber, der seit 70 Jahren dabei ist – beinahe halb so lange, wie die Feuerwehr überhaupt existiert. Sie wird nächstes Jahr 150 Jahre alt. Foto: Jaksch
107 Einsätze mehr als 2009 schlugen zu Buche, 106 davon gingen auf das Konto des Hochwassers im Sommer. Während dessen hatte die Feuerwehr, die ihre Einsatzstärke gerade so konstant halten konnte, mehr als 10 000 Sandsäcke ausgegeben. 8022 Stunden leisteten die rund 70 Aktiven, listete Kommandant Christian Reichert auf. Als er vor zehn Jahren diesen Posten übernahme, rückte die Feuerwehr 150-mal im Jahr aus.
Stadtrat Josef Huber sieht deswegen Bedarf, über die Einstellung von Gerätewarten zu reden, die tagsüber schnell ausrücken können. Jetzige Lösungen - etwa mit Bauhofmitarbeitern - seien auf Dauer nicht ausreichend, findet er. „Mit Ehrenamtlichen ist diese Schlagzahl nicht zu leisten.“
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