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Die neue MS Seeshaupt blieb am Sonntag im Hafen und wird am Montag von einem Monteur unter die Lupe genommen.

Schicksalssteg in Berg

MS Seeshaupt zickt beim Anlegemanöver

Starnberg - Die Anlegestellt in Berg wird zum Schicksalssteg für neue Passagierschiffe auf dem Starnberger See: 2004 havarierte dort die MS Starnberg, jetzt erwischte es die neue MS Seeshaupt.

Während am Freitag bei der Jungfernfahrt noch alles reibungslos funktioniert hat, wäre es am Sonntagnachmittag beinahe zu einem Unglück gekommen. Als Schiffsführer Franz Eisele die Anlegestelle in Berg anfahren wollte, merkte er, dass etwas nicht stimmte. Der langjährige Kapitän brach das Manöver rechtzeitig ab, denn am Backbord-Außensteuerstand war ein technisches Problem aufgetreten.

Bilder von der Schiffstaufe

Schiffstaufe der MS Seeshaupt

Eisele steuerte das neue Flaggschiff der weiß-blauen Flotte auf den See hinaus und versuchte, den Außensteuerstand nochmals in Betrieb zu bringen, doch es funktionierte nicht. Der Kapitän fuhr einfach von der anderen Seite - von der Steuerbordseite - an den Steg heran und legte mit einiger Zeitverzögerung dann doch noch in Berg an. „Die Rundfahrt wurde nicht abgebrochen“, erklärte gestern Ralph Schlemmert, Betriebsleiter der Bayerischen Seenschifffahrt am Starnberger See. „Der Kapitän hat auch die anderen Anlegestege einfach immer von der Steuerbordseite angefahren. Das war allerdings zeitaufwändiger, weil er das Schiff vor dem Anlegen erst drehen musste.“

Bilder: Die neue MS Seeshaupt verlässt die Werft

Bilder: Die neue MS Seeshaupt verlässt die Werft

Laut Walter Stürzl, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt, bestand für die Passagiere der MS Seeshaupt auf der großen Rundfahrt am Sonntagnachmittag hingegen zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. „Der Kapitän hat sehr besonnen gehandelt und er hatte die Lage jederzeit im Griff.“ Die MS Seeshaupt blieb danach erstmal im Hafen liegen. Ein Monteur wird das Schiff unter die Lupe nehm en, um den Defekt zu reparieren.

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