Besuch am Tutzinger Gymnasium: Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr a.D., diskutierte mit Schülern der 8. und 10. Klassen über Gehorsam und Widerstand. Foto: fkn

Grenzen des Gehorsams

Tutzing - Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr a.D. und Vorsitzender der Stauffenberg-Gesellschaft, hat mit Tutzinger Gymnasiasten über "Grenzen des Gehorsams" gesprochen.

Muss man immer tun, was die Oberen sagen? Wer kann darüber besser Bescheid wissen als ein „hohes Tier“ der Bundeswehr? Über „Grenzen des Gehorsams“ referierte Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr a.D. und Vorsitzender der Stauffenberg-Gesellschaft, in dem Kurs „Studium Generale“ der 8. und 10. Klassen des Gymnasiums Tutzing.

Da gerade in der Zeit des Nationalsozialismus Gehorsam und Widerstand Themen waren, beschäftigten sich die Schüler mit dem missglückten Stauffenberg-Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Stauffenberg, der damals den Gehorsam verweigert und Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet hatte, wurde hingerichtet. Zu diesem Thema wurde den Schülern am Vortag der Film „Operation Walküre“ gezeigt. Dabei stellen sich ihnen die Fragen: Wann sollte man einem Befehl nachkommen? Und wann ist es besser, einen solchen zu verweigern?

Schneiderhan, der sieben Jahre lang ranghöchster Offizier der Bundeswehr war, kennt sich mit dem Thema bestens aus: „Militär funktioniert nur mit Befehl und Gehorsam. Man braucht eben einen, der anschafft, und einen, der ausführt.“ Dennoch gebe es dabei eine Eingrenzung: Befehle, die ein Verbrechen beinhalten, dürfen nicht ausgeführt werden.

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