Wies - Auf den 10. Oktober 1952 datiert die Gründung des Landvolkes. Da bot es sich an, dieses Jubiläum beim Mitarbeiterseminar der Katholischen Landvolkbewegung, kurz KLB, in der Landvolkshochschule Wies zu feiern.

KLB-Jubiläum in der Wies: Gemeinsam mit dem Diözesanratsvorsitzenden aus Passau, Wolfgang Beier, und dem Augsburger Bischof Konrad Zdarsa feierten die Diözesanvorsitzenden Elisabeth Konrad und Marcus Öfele (von links). Foto: os
Als einen Gratulanten konnten die beiden Diözesanvorsitzenden Elisabeth Konrad und Marcus Öfele den Augsburger Bischof Konrad Zdarsa begrüßen.
„Einen neuen Aufbruch wagen“, so lautete das Motte des Wochenendes. Das Leben präge, stellte Marcus Öfele fest. Und wie bei einem Menschen auch hätten die vergangenen 60 Jahre Furchen in der KLB hinterlassen, resümierte der Diözesanvorsitzende. Insbesondere, nachdem die KLB ein Verband, vielmehr eine Bewegung mit Gesicht sei, und mit vielen Gesichtern. Von etwas mehr als 3700 Mitgliedsfamilien (mit durchschnittlich drei Mitgliedern) wuchs die KLB Augsburg in den vergangenen zehn Jahren auf knapp 4200 Familien oder eben mehr als 12000 Gesichter an. Wobei sich die Aufgabengebiete der KLB doch verändert haben, wie Öfele gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Elisabeth Konrad betonte.
Und da habe man doch einiges geschafft, wie Öfele und Konrad in ihrem Zehnjahresrückblick resümierten. Gemeinsam mit den Kommunen habe die Kirche im sozialen Miteinander viele Projekte mit einer nachhaltigen Wirkung in den 28 Dekanaten der Diözese Augsburg realisiert.
Während die KLB in Bayern einen speziellen Kontakt auch zur Landwirtschaft und der ländlichen Bevölkerung mit Programmen für die Landfrauen, der Familienberatung und Bittgottesdiensten hält, gibt es aber auch andere Projekte vor Ort, wo die KLB aktiv ist. Mit der Aktion Minibrot fördert die KLB ländliche Entwicklungsprojekte in Senegal und Rumänien.
Der Vorsitzende des Passauer Diözesanrates, Wolfgang Beier, warf am Festsamstag einen Blick auf die Wurzeln der KLB, aus denen sich die Perspektiven für die Zukunft ableiteten. In Anlehnung an das Motto des Seminars („Einen neuen Aufbruch wagen“) erinnerte Beier an die Geschichte von Jesus, der über das Wasser geht. Und gleich dieser Geschichte müsse das Landvolk die Menschen in ihr Boot holen, in Bewegung (daher auch KL-Bewegung) bringen und neue Ufer ansteuern.
Wobei Wolfgang Beier auch ein Problem ansprach, das zuvor auch Öfele und Konrad thematisiert hatten: den demographischen Wandel. Nur wenn man die Wünsche der Menschen aufgreife, könne man die Kirche auch so gestalten, dass sich die Menschen darin wiederfänden, und die Christen sich auch im Alltag bewähren könnten.
Ähnlich sah es auch der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa. Man müsse den Augenblick gestalten, sich auf heute besinnen, „denn die Zukunft hat man nicht in der Hand“.
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