Steingaden - Eingespannt in den gesetzlichen Rahmen soll in Steingadens Ortskern der bisherige Schilderwald abgebaut und vereinfacht werden.

Thomas Bihusch stellt auf der Sitzung des Gemeinderates das Projekt „Innerörtliches Leitsystem vor. foto: wk
„Unser Ziel ist ein vereinfachtes innerörtliches Leitsystem, keinesfalls wollen wir dabei mit Kanonen auf Spatzen schießen“, sagte Projektleiter Thomas Bihusch.
Von Süd nach Nord haben Bürgermeister Xaver Wörle und Thomas Bihusch Steingadens Ortskern durchforstet. Und dabei die gesamten Schilder in Augenschein genommen. Impressionen, nannte dies Projektleiter Thomas Bihusch, zugleich Bürgermeister von Roßhaupten. So die Kreuzung Schongauer- Ammergauer Straße. „Schade, dass auf diesem Schild das Welfenmünster nicht drauf ist“, bedauerte Bihusch.
Für völlig überfrachtet hält Thomas Bihusch die Schilder an der Abzweigung Schongauer Straße-Riesener Straße. Bei den Schildern sei zudem auf Form, Farbe und Schrift Wert zu legen. Nämlich gelb-schwarz, weiß-schwarz, braun-weiß und blau-weiß. Das seien die Farben, an die sich die Autofahrer längst gewohnt hätten.
Neben der Beschilderung sieht Thomas Bihusch in den Hinweistafeln einen zweiten Baustein, auf denen neben Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Einrichtungen, Straßen, Einkaufsmöglichkeiten und die Gastronomie aufgeführt werden sollten. „Diese Tafel soll Appetit machen, das Herz öffnen, darf aber nicht überfrachtet werden“, wünscht sich der Experte aus Roßhaupten, der für das mit 50 Prozent geförderte Leader-Projekt zuständig ist.
Wichtig sei zudem der Standort, für den sich die Gemeinde durchaus den Marktplatz vorstellen könnte. Gemeinderat Hubert Pfeiffer meinte, er sei ja nicht gegen Hinweistafeln, aber seine Generation (er ist 30 Jahre alt) bediene sich des Internets.
Bürgermeister Xaver Wörle hat vorgeschlagen, dass zusammen mit dem Bauausschuss und dem Gewerbeverband Ende März ein weiterer Ortsdurchgang eingeplant werden sollte. „Im April sind wir dann soweit, dass man im groben die Anzahl der Schilder kennt.“
wk
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