Taufkirchen - Das Urzeitmuseum ist nach dem Umbau wiedereröffnet worden. Nicht nur Landrat Martin Bayerstorfer zeigte sich beeindruckt von der Ausstattung des Museums.

Begeistert: Die Gäste bei der Wiedereröffnung des Taufkirchener Urzeitmuseum zeigten sich sehr beeindruckt. Foto: Lang
An diesem Beispiel zeige sich, wie fruchtbar und gemeinnützig zunächst privates Engagement sein könne, wenn es von der öffentlichen Hand unterstützt und gefördert werde, so Bayerstorfer. Der Landrat betonte, er habe die Initiative der Familie Kapustin im ehemaligen Gemeindearchiv und heutigen Realschulkeller einen Ausstellungsraum zu installieren von Anfang an begrüßt. „Ein Museum Wand an Wand mit einer Schule ist eine großartige Verbindung von theoretischer Wissensvermittlung und praktischer Anschauung.“ Das im September 2008 eröffnete Urzeitmuseum konnte in die Sanierung der Realschule im Rahmen des Konjunkturprogrammes integriert werden. 205 000 Euro stellte der Kreisausschuss dafür zur Verfügung. Neben dem Erweiterungsbau des Erdinger Museums biete nun auch Taufkirchen einen „schmucken Ort zum Staunen, zum Erfahren, zum Lernen und zur Anregung der Fantasie“, so der Landrat.
Und imposant ist der hoch gelobte Neubau wirklich geworden. Nicht nur Museumschef Peter Kapustin junior, auch Architekt Arwid Anger war als Kind leidenschaftlicher Sammler von Dinos. Kapustin stellt seine mittlerweile mehr als 300 Originalfossilien sowie zusätzliche Repliken und Modelle nun in sechs Räumen auf 317 Quadratmeter Fläche aus. Architekt Anger hat mit seinem Partner Alexander Groh den neuen, großen Eingangsbereich, der aus den ehemaligen Garagen der Gemeinde und dem späteren Dino-Dschungel entstand, zu einer Art Höhle in den Hang integriert. Fenster auf der Straßenseite gewähren von außen einen Einblick und machen neugierig auf den Besuch.
Franz Hofstetter junior, Vorsitzender des Vereins „Freunde des Urzeitmuseums“, dankte allen, die zum Gelingen beigetragen und das Potential erkannt hätten, dass im Taufkirchener Urzeitmuseum stecke. Vor allem auch Romy Seiler, die mit ihrer Malerei eine sehr große Wirkung erzielt habe. Der Familie Kapustin, die jedes Wochenende im Museum Dienst tue, dankte er genau so wie seinem Freund Peter, der in stundenlanger Arbeit Modelle fertigt, die für den Verein sonst nicht bezahlbar wären.
Die kirchliche Weihe nahmen Pfarrerin Karin Jordak und Diakon Ulrich Hümmer vor. (mel)
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