Bad Wiessee - 40 Jahre alt ist die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal. Zum Jubiläum gratulierte Bayerns oberster Denkmalschützer Egon Johannes Greipl - mit deutlichen Worten in Sachen Kaltenbrunn.

Übers historische Erbe sprach Egon Johannes Greipl (l.) auf Einladung der Schutzgemeinschaft. Foto: Tp
Um Greipl zu hören, war auch Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing gekommen. Er wurde herzlich begrüßt, sowohl von der SGT-Vorsitzenden Angela Brogsitter-Finck als auch von Greipl.
„Wir haben viel gestritten“, sagte Greipl in Preysings Richtung. Aber am Ende sei man sich doch mit einem Lächeln begegnet. Und er sei froh, dass sich für das Maximilian-Anwesen nun doch ein guter Weg abzeichne. Wenig versöhnlich fiel hingegen Greipls Analyse der „Affäre Kaltenbrunn“ aus. Zur Erinnerung: Die Pläne von Stefan Schörghuber zum Bau eines Luxushotels wurden im Juli 2008 durch eine Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gestoppt.
Er denke nur sehr ungern an den Druck zurück, unter dem er damals gestanden habe, so Greipl. Im Fall Kaltenbrunn habe das Landesamt für Denkmalpflege seinen Belangen kein Gehör verschaffen können. „Die Gemeinde Gmund unterließ die gebotene Abwägung und stellte einen rechtswidrigen Bebauungsplan auf. Das Landratsamt Miesbach und die Regierung von Oberbayern schauten zu“, erklärte Greipl.
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