Tegernsee - Gelungene Premiere beim Tegernseer Faschingskonzert: Trio begeistert mit schräger Weltreise im Barocksaal.

Fingerfertig und temperamentvoll: die Geigerin Ilona Cudek. Foto: kn
Ein Akkordeon als Geigen-Partner beim „Frühling“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“? Das geht bei der Violinistin Ilona Cudek und dem Ausnahme-Musiker Enrique Ugarte. „Weltmeister“ nannte die Frau mit der weißblonden Lockenpracht nach diesem Auftakt den baskischen Virtuosen neben sich auf dem Barocksaal-Podium im Tegernseer Schloss ohne Übertreibung, denn Ugarte ersetzte mit seinem Instrument ein ganzes Orchester. Mit dem kongenialen Peter Bockius am Bass unterhielt das Trio sich und seine Zuhörer beim Faschingskonzert bestens mit einer musikalischen Weltreise.
Diesen Genüssen hätte das Publikum trotz der Kühle im Saal noch stundenlang lauschen mögen, aber den ausdauernd beklatschten Wunsch wollten die drei Künstler nach Rimski-Korsakows atemberaubendem „Hummelflug“ als zweiter Zugabe nicht mehr erhören.
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