Ostin - Fleckvieh boomt. Die Nachfrage ist groß, die Preise steigen. Diese Bilanz bestimmte den Züchtertag, zu dem die Viehzuchtgenossenschaft (VZG) Tegernsee in den Gasthof Ostiner Stuben eingeladen hatte.

© Andreas Leder
Der neue Vorstand der Viehzuchtgenossenschaft Tegernsee (vorne v.l.): Kassenprüfer und Ersatzbeirat Alois Fichtner jun., 1. Beirat Martin Hölzl, Vorsitzender Andreas Bartl, stellvertretender Vorsitzender Josef Strillinger, 2. Beirat Thomas Ettstaller, 3. Beirat Anton Maier jun., sowie (hinten v.l.) 4. Beirat Anton Reiter und 5. Beirat Xaver Büchl.
Der VZG gehören 91 Betriebe mit 2100 Kühen an. Beim Treffen in Ostin berichtete der Vorsitzende Andreas Bartl den etwa 60 Mitgliedern Erfreuliches über die Marktsituation: 125 Tiere verkaufte die VZG bei den Viehmärkten in der Miesbacher Oberlandhalle – macht 30 mehr als im Vorjahr. Zu den 2011 verkauften Tieren zählen 84 Stück Jungvieh, 35 Stallverkäufe aus Kälbern, Kalbinnen und Jungrindern sowie sechs Stiere. „Es ist schön, dass wir wieder neue Tiere auf dem Markt haben“, sagte Bartl.
Den Aufwärtstrend betonte auch Balthasar Biechl, Vorsitzender des Zuchtverbands Miesbach: „Wir haben ein gutes Jahr hinter uns gebracht.“ Biechl berichtete von starken Zuchtviehpreisen, die sich auf den letzten Viehmärkten noch steigerten. „Die Exportnachfrage war enorm“, ergänzte er.
Dabei ist Holland einer der Hauptabnehmer, wie Ulla Scheibke erläuterte, Fachberaterin des Zuchtverbands Miesbach. Zudem werde Fleckvieh auch in Nicht-EU-Länder wie Marokko, Algerien und Serbien verkauft. Viele Tiere gehen aber nach Norddeutschland oder bleiben im Freistaat. „Es ist viel Nachfrage da, deshalb steigern sich viele Konkurrenten gegenseitig hoch“, sagte sie.
Unproblematisch verliefen ebenso die Neuwahlen der VZG, bei denen Bartl als Vorsitzender bestätigt wurde.
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