Unterhaching - Ungewöhnlicher Unfall in Unterhaching: Ein Schulbus hat während der Fahrt einen Hinterreifen verloren.

© Symbolfoto: Kruse
Die Zwergerl in dem Schulbus wie auch alle anderen Unfallbeteiligten blieben zum Glück unverletzt
Völlig geschockt waren Fahrer und drei Schüler des Pater-Rupert-Mayer-Gymnasiums , als sich am Donnerstagnachmittag an ihrem Schulbus während der Heimfahrt plötzlich ein Hinterrad löste. Wie die Polizei berichtet, verlor der Bus kurz vor einer Rechtskurve auf der Tölzer Straße in Unterhaching den äußeren von zwei Reifen an der linken Hinterachse. Das Rad rollte über die Straße direkt in das Auto einer 24-Jährigen aus Taufkirchen. Obwohl sie noch versuchte zu bremsen, kollidierte sie mit dem Busreifen, wurde aber nicht verletzt. Auch den Kindern passierte nichts. Denn der 55-Jährige Busfahrer bemerkte unmittelbar nach dem Verlust des Reifens, dass etwas nicht stimmt, und hielt an. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro.
Die Polizei ermittelt jetzt, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass ein Bus ein Rad verliert. Menschliches Versagen, mangelhafte Wartung oder ein Materialfehler? Das verantwortliche Busunternehmen Falcan aus München sieht dem Gutachten besorgt entgegen. „Wir nehmen die Sache sehr ernst, gerade wenn es um die Gefährdung von Menschen geht“, versichert Busunternehmer Josip Falcan. Er habe von der Polizei erfahren, dass die Ursache durchaus mit der extremen Kälte zusammenhängen könnte, die am Material nagt. „Die Polizei hat uns bestätigt, dass sie so etwas in diesem Winter schon mehrmals erlebt haben, das ist kein Einzelfall“, sagt Falcan. Auch mit dem Hersteller Iveco will sich Falcan in Verbindung setzen, um abzukären, ob es sich vielleicht um einen Materialfehler handelt. Die Winterreifen, so beteuert Josip Falcan, seien jedenfall nagelneu. Auch bei der Wartung würde es das Unternehmen sehr genau nehmen. „Alle drei Monate müssen die Busse gesetzlich gewartet werden, und wir machen zusätzlich dazu Zwischenkontrollen“, sagt Falcan. Dass so etwas wie in Unterhaching nicht passieren dürfe, darüber ist sich der Unternehmer im Klaren. „Aber unfehlbar ist leider nichts und niemand.
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