Erding – Plötzlich war alles still und schwarz. Auf dem Herbstfest ist am Donnerstagabend der Strom ausgefallen. Die Besucher blieben ruhig. Die Notfallpläne griffen. Nach einer Viertelstunde war der Spuk – verursacht durch einen Defekt an einer Starkstromleitung – vorbei.

© Herkner
Das war die Volkfestwelt noch in Ordnung: Bei den Fahrgeschäften setzten Motoren und Beleuchtung aus. Der Blackout dauerte rund 15 Minuten
Auf dem Festplatz herrscht Hochstimmung. Beide Zelte waren voll, hunderte Besucher schlenderten durch die Budengasse, die Fahrgeschäfte waren gut besucht. Um 22 Uhr ist alles auf einen Schlag vorbei. Urplötzlich gehen alle Lichter aus. Kein Fahrgeschäft dreht sich mehr.
Tief sitzt der Schrecken auch bei den Gästen in den Fahrgeschäften. Doch die Mitarbeiter kommen mit Taschenlampen, steuern die Geräte mechanisch und helfen den Gästen beim Aussteigen. Hier wird niemand verletzt. Die Polizisten von der Wiesnwache schwärmen mit großen Handlampen aus. Die Integrierte Leitstelle Erding setzt die Feuerwehr Erding in Marsch, damit die Lichtmasten zum Festgelände fährt. Doch soweit kommt es dann gar nicht. Auch beim BRK laufen keine Alarme auf.
Eine knappe Viertelstunde später läuft der Betrieb wie von Geisterhand gesteuert plötzlich wieder an. Keine Frage, der Notdienst des Überlandwerks Erding hat ganze Arbeit geleistet. „Es handelte sich um einen Schaden an einem Starkstromkabel in der Freisinger Siedlung“, erklärt Stadtwerke-Prokurist Markus Sepp. Michael Dreiling vom Überlandwerk ergänzt, es habe sich um einen Kurzschluss gehandelt. Das Hauptaugenmerk habe der Wiesn gegolten. Auch auch in Teilen der Siedlung fiel der Strom aus. Die letzten Haushalte gingen nach 45 Minuten wieder ans Netz.
Ein Zeuge war auch Weißbräu-Inhaber Werner Brombach. Er merkte sarkastisch an: „Ich hoffe nicht, dass das ein Vorbote der für den Winter prophezeiten Stromknappheit war.“
Hans Moritz
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