Weilheim - Schneeregen und weniger Stände als sonst: Daran lag es wohl, dass beim Weilheimer Innenstadtfasching gestern auffallend wenig los war. Die, die sich nicht abschrecken ließen, hatten aber viel Spaß.
Am Wetter liege es, dass weniger los sei als sonst, sagte fast jeder, den man fragte. Hinzu kam, dass sich heuer weniger Vereine beteiligten als in den Vorjahren. Die Stände lagen dadurch weit auseinander und das Narrenvolk feierte weit verstreut.
„Schade, dass wir so weit außen sind“, klagte auch THW-Jugendleiter Florian Bombach. Seine Jugendlichen hatten an der Pöltnerstraße einiges aufgebaut: Schokoküsse konnte man da durch die Luft sausen lassen oder mit einer Kanone auf Luftballons schießen. „Seit Monaten sind wir mit den Vorbereitungen beschäftigt“, erzählte Bombach. „Schade, wenn der Andrang dann nicht so groß ist.“
Die Marnbacher Burschen hatten sich als Bauarbeiter aus dem „nahen Osten“ verkleidet und an der Admiral-Hipper-Straße einen großen Stadtplan aufgehängt - samt eingezeichnetem „Larkus-Moth-Gedächtnistunnel“ durchs Gögerl und einen neuen „Blauhof“: „Es stinkt uns, dass in Marnbach so viel gebaut werden soll, wovon wir nicht profitieren“, erklärte Luigi Zacherl.
Enttäuscht war er auch von den wenigen Besuchern. „Aber so ist das halt: weniger Vereine, weniger Leute. Die Stadt hat zu hohe Auflagen, deswegen haben viele keine Lust mehr“, glaubt er.
Im Laufe des Nachmittags stieg dann doch noch die Stimmung: Während „Narrhalla“-Chefin Silvia Dorf beim Einzug der Prinzenpaare die wenigen Besucher noch zum Applaus anheizen musste, jubelten die Maschkera beim Auftritt der Garden schon ausgelassen. Mittendrin mehrere gruselige Vampire aus Weilheim und Wielenbach: „Wir kommen jedes Jahr als ganze Gruppe hierher. Dass heuer weniger los ist, macht uns gar nichts“, sagte Brigitte Fauster - und tanzte bestimmt noch ein paar Stunden weiter zur Live-Musik von „Take Two“.
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