Weilheim - Weilheims Museumsleiter Tobias Güthner stieß bei einer Auktion „eher zufällig“ auf Gemälde aus dem 17. Jahrhundert

„Schöne Bereicherung fürs Museum“: Dr. Tobias Güthner mit dem Gemälde, das ziemlich sicher aus der Werkstatt von Elias Greither stammt. foto: gronau
„Dieses Bild kenn’ ich doch“, dachte sich Weilheims Museumsleiter Dr. Tobias Güthner, als er vor wenigen Monaten per Internet im Katalog des Münchener Auktionshauses Hampel blätterte. Eher zufällig stieß der Kunsthistoriker auf ein Gemälde, das nur als „Vanitas-Allegorie eines deutschen Malers des 17. Jahrhunderts“ bezeichnet war - und inzwischen der seit langem wichtigste Ankauf für das Weilheimer Stadtmuseum ist. Denn Güthner ist sicher, dass es sich um ein Gemälde aus der Werkstatt des Weilheimer Barockmalers Greither handelt. Elias Greither der Ältere (1565/70 bis 1646), einer der großen Künstler in Weilheims Geschichte, malte 1591 die Fresken der Friedhofskirche St. Salvator, von ihm stammen Gemälde im Augsburger Dom, in den Klosterkirchen Andechs, Benediktbeuern und Polling oder auch in der Münchener Residenz. Was Güthner bei der Auktion für das Bild bezahlt hat, sei „Betriebsgeheimnis“. Doch sei es „wesentlich günstiger“ gewesen als der Schätzpreis von 7000 Euro. So konnte der mit Bürgermeister Markus Loth abgestimmte Ankauf aus dem normalen Museums-Etat gedeckt werden.
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