Das „Phantastische Raumgebilde“ von Annika Höllerl (r.) gehört zu den 85 Seminararbeiten, die in einer Ausstellung am Penzberger Gymnasium gezeigt wurden. Foto: wos

"Rain-Man" und Blutstropfen

Penzberg - Eine bunte Vielfalt war bei der Ausstellung der 85 Seminararbeiten im Gymnasium Penzberg zu sehen - und auch einige Blutstropfen.

7600 Bücher konnte Kim Peek wortgetreu wiedergeben, obwohl er nur einen Intelligenzquotienten von 87 sowie Fehlbildungen in seinem Gehirn aufwies. Der US-Amerikaner litt unter dem Savant-Syndrom, einem äußerst seltenen Phänomen, bei dem geistige Defizite mit einer außergewöhnlicher Begabung einhergehen. Kim Peek war auch das Vorbild für den Autisten im Film „Rain Man“.

Mit Savants, Autisten und Genies befasste sich Christina Schwaiger in ihrer Seminararbeit am Penzberger Gymnasium. I

Die Vielfalt der Ausstellung war beträchtlich. In den Gängen schlenderten die Besucher an 14 Kunstarbeiten vorbei, darunter an der Finger-Skate-Anlage von Kilian Ertl, an der kinetischen Plastik mit Fahrrad-Rädern und Ketten von Benedikt Rott oder an dem „Phantastischen Raumgebilde“ von Annika Höllerl.

Als Posterausstellung waren 71 Seminarbeiten aus Natur- und Geisteswissenschaften sowie Sprachen aufbereitet, von denen ein Teil auch in Vorträgen vorgestellt wurden. In Englisch hatte zum Beispiel Franziska Sagner den Film „Clockwork Orange“ von Stanley Kubrick mit der Buchvorlage verglichen. In Geschichte war die Entwicklung des Mittenwalder Geigenbaus zu sehen, in Informatik eine Studie über Electronic Cash und in Wirtschaft eine Arbeit über Seltene Erden. Sogar Blut floss bei einer Seminarbeit: Jessica Emrich hatte zwei Methoden verglichen, mit denen Blut am Tatort nachgewiesen wird - mithilfe eines praktischen Experiments.

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