Das brennt unter den Nägeln

Penzberg - Spazierwege, Nahversorger und Kultur-Räume - das sind Punkte, die Penzbergern unter den Nägeln brennen. Das ergab eine Debatte über die Zukunft der Stadt.

Wo will Penzberg hin?“ So lautet die zentrale Frage einer Studie, an der die Bevölkerung mitwirken soll. Sie hat den sperrigen Namen „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“, kurz „ISEK“, und soll den Lokalpolitikern einmal als Leitfaden dienen. Nach der Vorarbeit durch ein Stadtplaner-Team kommt nun die Bevölkerung zu Wort. Den Auftakt machten am Donnerstag fast 60 Penzberger aus Vereinen, Schulen und Organisationen.

Auf einen Mangel bei der Nahversorgung in Steigenberg machte Wilfried Bogner, Leiter des Altenheims „Steigenberger Hof“, aufmerksam. Für seine Senioren sei der nächste Supermarkt nach der Edeka-Schließung zu weit. Alexandra Link-Lichius vom evangelischen Kirchenvorstand sprach ein anderes Problem an: fehlende Fußwege. Ein Problem brennt Birknstoana-Trachtler Xaver Penzkofer seit Jahren unter den Nägeln: ein fehlendes kulturelles Zentrum, „in dem wir unsere Bleibe finden könnten“. Eine Mehrzweckhalle für Konzerte, große Schul- und Vereinsfeiern ist laut Grundschulleiterin Ursula Karnbaum und Musikschulleiter Johannes Mayer nötig. 

Auch wenn solche Fragen Konflikte bergen – wichtig ist laut Stadtbaumeister Klement, dass eine Debatte in Gang kommt. Im Mai soll es für die gesamte Bevölkerung im alten Metropol-Kino eine ISEK-Ausstellung geben, um dort Anregungen loszuwerden (mehr in der Samstasausgabe).

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