Ein Piekser, der Leben retten kann

Iffeldorf - „Es ist ein tolles Gefühl, jemandem das Leben retten zu können“, sagt Bert Brosowski. Der 50-Jährige war schon in dieser Situation. Er hat Stammzellen gespendet.

In Iffeldorf können am am kommenden Sonntag, 24. Februar, Menschen ihr Blut typisieren lassen - um womöglich Barbara Link zu helfen. Die Aktion findet statt im Gemeindezentrum von 10 Uhr bis 16 Uhr. Teilnehmer sollen zwischen 18 und 45 Jahren alt sein.

Bei dem Weilheimer Zahnarzt Bert Brosowski liegt es fünf Jahre zurück, dass er sich typisieren ließ. Damals ging es um einen an Leukämie erkrankten Buben aus Starnberg. Für das Kind kam Bert Brosowski zwar nicht in Frage. Im November 2009 meldete sich jedoch die „Aktion Knochenmarkspende Bayern“, dass seine Stammzellen einem anderen Menschen helfen könnten.

Bei Bert Brosowski wurden nicht wie bei 80 Prozent der Spender die Stammzellen in seinem Blut medikamentös vermehrt, um sie ambulant zu gewinnen. Ihm wurde in der Gautinger Asklepios-Klinik in einer einstündigen Operation bei Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm abgesaugt. „Danach spürt man nur einen leichten Muskelkater“, erzählt er. „Ich konnte am selben Tag nach Hause gehen und sollte mich nur eine Woche schonen.“

Den Empfänger seiner Stammzellen kennt der Weilheimer nicht persönlich. Aber Bert Brosowski hat einen Brief von ihm erhalten. „Es geht ihm gut“, sagt der 50-Jährige. Der Brief kam anonymisiert über die „Aktion Knochenmarkspende Bayern“. Bert Brosowski vermutet, dass der Empfänger, ein Familienvater, in Skandinavien lebt. Genaueres wollte der Weilheimer allerdings gar nicht herausfinden. Dass er helfen konnte, sagt er, sei ein „ganz tolles Gefühl“. Er empfiehlt jedem, sich typisieren zu lassen. „Es ist ein so geringer Aufwand.“

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