Lästig: Heimchen sind nur als Futterinsekt für Terrarien beliebt. Fotos (2): DPA

Futtertiere haben sich unkontrolliert vermehrt

Insektenplage im Kindergarten

Weilheim - Insektenplage in einem Weilheimer Kindergarten: Futtertiere für Bergagamen haben sich unkontrolliert vermehrt, am Mittwoch werden die Kinder in einer Turnhalle betreut.

Die zwischen einem und zwei Zentimeter großen Insekten wurden im AWO-Kinderhaus lebend an die Bergagamen verfüttert, die der Kindergarten seit einigen Jahren in einem Terrarium hält.

Nicht mehr erwünscht: Bergagamen soll es im Kinderhaus nicht mehr geben.

Das Echsenfutter macht dem Kindergarten jetzt Probleme: Laut Gerhard Trautinger, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Weilheim, sind beim Füttern offenbar Heimchen entwischt. Die nachtaktiven Tiere vermehrten sich im Kindergartengebäude, sodass jetzt eine wahre Heimchen-Plage ausgebrochen ist.

Laut Trautinger wurde die massenhafte Verbreitung der Insekten am Montagabend im AWO-Kinderhaus entdeckt - zunächst habe „große Aufregung“ geherrscht: „Wir haben den Bezirksverband der AWO informiert, der dann auch vor Ort war.“ Zusätzlich wurde des Gesundheitsamt per Telefon um Rat gefragt. Die Kinder blieben am Dienstagmorgen erstmal im Garten, kehrten später aber ins Haus zurück.

Denn das Gesundheitsamt gab Entwarnung: Laut dessen Leiter Dr. Karl Breu sind die Tierchen ungefährlich: „Die Heimchen übertragen keine Krankheiten, sie sind einfach nur lästig.“ Bekämpfen ließen sie sich recht einfach durch Klebestreifen. „Weil der Kindergarten ab Freitag sowieso drei Wochen lang schließt, dürfte es kein Problem sein, sie wieder loszuwerden“, so Breu.

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