„Das merken wir natürlich“, sagt Susanne Barnsteiner, Inhaberin der Weilheimer Buchhandlung „Lesbar“: Onlinegeschäfte hält sie für den „Tod jeder Stadt“. Klaus Schuster, Geschäftsführer der Buchhandlung Zauberberg, ist ähnlicher Meinung. Und er erinnert daran, dass die Steuereinkünfte aus vor Ort verkauften Büchern der eigenen Gemeinde zugute kommen.
Die Buchhändler sind sich aber auch einig, dass kein Internetservice eine Buchhandlung ersetzen kann. „In die Online-Rezensionen kann ja jeder irgendwas schreiben“, gibt Klaus Schuster als Beispiel. Und personalisierte Empfehlungen für Bücher, wie es sie etwa bei „Amazon“ gibt, seien nur aufgrund der bisherigen Klicks berechnet - also anhand dessen, was der Leser schon kenne. Ein Buchhändler könne dagegen auf seine Kunden eingehen, Neues und auch mal Überraschendes vorschlagen und „persönlichere Empfehlungen geben“, erklärt Susanne Barnsteiner.
Einen weiteren Vorteil gegenüber dem Internet bietet die Buchhandlung „Zauberberg“. Dort, erläutert Klaus Schuster, hilft man den Kunden, an antiquarische Werke heranzukommen, die online gar nicht erhältlich sind. Schuster fürchtet Großanbieter im Internet: Sie hätten die Macht, Verlage zu beeinflussen und umsatzschwächere Bücher vom Markt zu drängen.
Gänzlich entgehen können die Buchhändler dem digitalen Trend aber nicht - und bieten ihre Sortimente darum auch online an. „Unser Lieferservice“, betont Klaus Schuster, „ist sogar schneller als Amazon.“


















