Wessobrunn – Seit 1259 Jahren besteht das Kloster Wessobrunn Die reiche Geschichte des Klosters neigt sich dem Ende entgegen: Die Missions-Benediktinerinnen müssen sich notgedrungen von dem Kloster trennen. Jetzt wird eine würdige Nachfolge-Nutzung gesucht.

© Gronau
Den prachtvollen Fürstentrakt des Kloster säubert die Schwester akribisch. Das ehrwürdige Kloster Wessobrunn hat eine 1259-jährige Geschichte.
15 Ordensfrauen leben noch im Kloster Wessobrunn im Kreis Weilheim-Schongau. In einer imposanten Anlage im Pfaffenwinkel, deren Gründung der Überlieferung nach auf Herzog Tassilo im Jahr 753 zurückgeht. Vor gut 100 Jahren haben sich hier Missions-Benediktinerinnen aus Tutzing angesiedelt, doch ihre Zeit läuft langsam aus. Die Unterhaltskosten des Gebäudes und Nachwuchssorgen bewegen den Orden zu dem schweren Schritt, das altehrwürdige Anwesen zu verkaufen. „Von Seiten der Ordensgemeinschaft besteht die Bereitschaft, das Klostergebäude abzugeben“, bestätigen die Missions-Benediktinerinnen. Wie es in der Kirche Tradition ist, geht es hier nicht um eine Entscheidung in Windeseile. Priorin Schwester Hildegard spricht von zwei bis drei Jahren, innerhalb denen ein Verkauf entschieden werden soll.
Claudia Möllers und Roland Halmel
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