Bad Tölz-Wolfratshausen - Die einzelne Gegenstimme von Matthias Richter-Turtur (FUW) blieb nur ein Schönheitsfehler. Insgesamt verabschiedete der Kreistag am Mittwoch den Haushalt in großer Einmütigkeit.

Harte Arbeit hat es bedeutet, einen Haushalt zu erarbeiten, der alle zufrieden stellt. Foto: red
CSU-Fraktionssprecher Martin Bachhuber betonte, er habe „selten so entspannt und zufrieden“ auf einen Kreishaushalt geblickt wie heuer. Landrat Josef Niedermaier hatte zuvor die günstigen Rahmenbedingungen hervorgekehrt: So sprangen für den Landkreis 920 000 Euro mehr an Schlüsselzuweisungen heraus als im Vorjahr. Gleichzeitig entlastet der Bund den Kreishaushalt, indem er heuer 45 Prozent der Grundsicherung im Alter bezahlt.
Trotz aller positiven Entwicklungen mahnte Niedermaier: „Wir müssen weiter Disziplin beibehalten und jeden Euro zweimal umdrehen.“ Denn was sich schon im aktuellen Haushalt zeigt: Der Landkreis muss in Zukunft wohl immer mehr an den Bezirk abführen, um dessen soziale Leistungen für Behinderte und Pflegebedürftige mitzufinanzieren.
Das wollte Monika Hoffmann-Sailer (SPD) so nicht stehen lassen und stichelte gegen den CSU-Antrag „An die Zukunft denken - Schuldenabbau jetzt“: „Anträge können nervig sein, wenn sie erkennbar nur dem politischen Schaulauf dienen.“ Die CSU-Forderungen nach einer niedrigeren Kreisumlage und eine Reduzierung der Schulden seien bloß „Binsenweisheiten“, denen jeder zustimmen könne.
(ast)
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