Bad Tölz-Wolfratshausen - Batterien, die ihren Geist aufgegeben haben. Dieselmotoren, die keinen Mucks mehr von sich geben: Die Bibberkälte legt Autos und Lkw lahm.

Zweistellige Minustemperaturen bringen Autos zum Stillstand – und ihre Fahrer zur Verzweiflung. Foto: Fotolia
Die zweistelligen Minustemperaturen haben nicht nur zahlreichen Batterien den Todesstoß versetzt. Vor allem Dieselmotoren kamen nach der eisigen Nacht zum Montag nicht mehr auf Touren. Der Kraftstoff zersetze sich ab einem bestimmten Punkt in seine chemischen Einzelteile, erklärt Robert Reithmeier, Geschäftsführer des Abschleppunternehmens Horner in Wolfratshausen, stark vereinfacht. Der Diesel „versulze“, der dickflüssige Sprit könne vom Tank nicht mehr in die Brennkammer transportiert werden. Die Folge: „Das Fahrzeug springt nicht mehr an.“
Eine ähnliche Vermutung hat Falko Wiesenhütter, Verkäufer im Geretsrieder Toyota-Haus Pennig. Eine Kältewelle sei in Oberbayern ja nicht ungewöhnlich - die Vielzahl der Dieselmotoren, die ihren Dienst quittieren, sei dagegen auffällig. Eine Beobachtung, die auch die Werkstattmitarbeiter im Autohaus Matl in Königsdorf, im BMW-Autohaus Schmidt in Wolfratshausen und im Autocenter Berner in Wolfratshausen gemacht haben. Thomas Lindebner, Kundendienstleiter bei Berner, wundert sich ebenfalls, dass Spritverkäufer beteuern, Dieselfahrzeuge würden bis minus 22 Grad rollen - „aber schon jetzt, bei Temperaturen unter minus 20 Grad, geht nichts mehr“. (eib/cce)
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