Die Geretsrieder SPD will gemeinnützige Geretsrieder Vereine von den Nutzungsgebühren befreien. Ortsvorsitzender Wolfgang Werner hat dazu einen Antrag an den Stadtrat gestellt. Die Fraktionssprecher im Stadtrat wollen ungern von der Entscheidung abweichen, die sie vor zwei Jahren getroffen haben. Seitdem müssen alle Vereine für die Nutzung der städtischen Turnhallen, des Isarau-Saals, der Freisportanlagen und des Schwimmbads bezahlen.
Für Freie-Wähler-Sprecher Robert Lug ist der Antrag des SPD-Ortschefs ein „typischer Wolfgang-Werner-Schnellschuss“, um sich bei den Vereinen „lieb Kind zu machen“. Ihm ist das Papier, über das demnächst im Stadtrat diskutiert werden soll, nicht ausgereift genug. „Welcher Verein ist denn überhaupt gemeinnützig? Das müsste man erstmal wissen“, so der Bürgermeisterkandidat. „Außerdem fehlt mir der Deckungsvorschlag.“
Der Stadtrat habe neben der Erhebung von Hallennutzungsgebühren auch eine Jugendförderung beschlossen. Jederzeit sei er bereit, über eine Erhöhung dieser Förderung zu sprechen. Aber es gebe kein Argument, die Nutzungsgebühren abzuschaffen oder einzuschränken, meint Lug.
Bei Grünen-Sprecher Volker Witte sorgt der Antrag für zwiespältige Gefühle. Einerseits sei ihm die Vereinsarbeit sehr wichtig, und persönlich würde er die Nutzungsgebühren „eher abschaffen“. Andererseits habe er aber auch ein Problem damit, die Entscheidung von damals wieder zurückzunehmen. „Wir müssen das erst noch in der Fraktion beraten“, kündigt Witte an.
Behandelt wird der Antrag der SPD in der Stadtratssitzung am 19. März. (nej/sas)



















