„Der letzte Venustransit in unserem Leben“

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    • 30.05.12
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„Der letzte Venustransit in unserem Leben“

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Geretsried - Sternwarte öffnet für seltenes astronomisches Ereignis ihre Pforten

Am 8. Juni 2004 fand der letzte Venustransit statt. Das Foto machte Christoph Otawa.

Am 8. Juni 2004 fand der letzte Venustransit statt. Das Foto machte Christoph Otawa.

Ein äußerst seltenes astronomisches Ereignis ist am kommenden Mittwoch, 6. Juni, in der Sternwarte am Geretsrieder Schulzentrum zu beobachten. Vorausgesetzt der Himmel ist wolkenfrei, kann man einen Venustransit verfolgen, eine Art Minisonnenfinsternis, bei der sich Erde, Venus und Sonne exakt auf einer Linie befinden. Das nächste Mal wird dies erst in mehr als 100 Jahren wieder passieren.

Das Prinzip dieser planetaren Konstellation gleicht dem einer Sonnenfinsternis, bei der sich der Mond vor die Sonne schiebt und diese verdunkelt. Allerdings ruft ein Venustransit wegen der großen Distanz zwischen den beiden Planeten keine merkliche Verdunkelung auf der Erde hervor. Die Venus deckt im Gegensatz zum Mond nur einen winzigen Bruchteil der Sonnenfläche ab. Sie wandert scheinbar als winziges tiefschwarzes Scheibchen im Verlauf von mehreren Stunden westwärts über die Sonne.

Ein Venustransit kann bis zu acht Stunden dauern. Um ihn in voller Länge beobachten zu können, muss die Sonne in diesem Zeitraum über dem Horizont stehen, erklärt Motl. Am 6. Juni ist dies nur nördlich des Polarkreises der Fall. „Alternativ kann man den kompletten Transit auch in Australien oder Hawaii beobachten.“ Wenn in Mitteleuropa um 5.15 Uhr die Sonne aufgeht, ist der Venustransit schon weit fortgeschritten; der erste und zweite Kontakt fanden bereits während der Nacht statt. Der dritte und vierte Kontakt, wenn die Venus den rechten Sonnenrand berührt, sind aber gut zu beobachten. Deshalb wird die Geretsrieder Sternwarte von 6 bis 7 Uhr geöffnet. (sas)

Sicherheitshinweis

Eine gefahrlose Beobachtung der Sonne ist nur mit einer Sonnenfinsternis-Brille möglich. An Feldstechern und Teleskopen sind spezielle Filter einzusetzen, die nur ein Hundertausendstel der Strahlung durchlassen. Sternwarten wie die am Schulzentrum sind für die Sonnenbeobachtung bestens ausgerüstet.

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