Als „ausgesprochen höflich“ empfanden die Schausteller ihre jugendlichen Besucher auf dem Sommerfest. Viele von ihnen wollen im nächsten Jahr wieder kommen. Foto: sh

Hendl gut, alles gut

Geretsried - Wirt, Schausteller und Besucher sind zufrieden mit dem diesjährigen Sommerfest auf dem Volksfestplatz. Trotzdem: Zu verbessern gibt es immer etwas.

Zum zweiten Mal war der Allgäuer Jochen Mörz heuer Wirt auf dem Geretsrieder Sommerfest. Und er will auch ein drittes Mal kommen. Dank des überwiegend schönen Wetters sei es diesmal „ein bisserl besser gelaufen“ als im Vorjahr, sagt Mörz im Gespräch mit unserer Zeitung. Vor allem der Biergarten sei gut besucht gewesen.

2013 soll es nach seinem Willen mehr „Motto-Tage“ geben. Der Festwirt könnte sich die Wiedereinführung der Italienischen Nacht vorstellen („die italienische Küche ist kein Geheimnis, daran soll’s nicht liegen“) und er würde den Abend der Vereine gerne aufpeppen. „Da braucht’s fetzigere Musik“, glaubt Geretsrieds Kulturreferent Hans Ketelhut, der sich zudem eine Miss-Wahl oder „etwas in Richtung Chippendales“ zur Attraktivitätssteigerung vorstellen könnte. Beide, der Bierzeltbetreiber und der Vertreter der Stadt, loben die gute Zusammenarbeit. Über Verbesserungen wie den Standort der Toiletten werde man reden, heißt es. Sie waren heuer mitten auf dem Festplatz positioniert, was viele Besucher störte.

Zufrieden blickt Schaustellersprecher Günter Bretz auf die vergangenen zehn Tage zurück. Seit 40 Jahren ist er mit seinem Mandel- und seinem Losestand auf dem Geretsrieder Volksfest vertreten. Inzwischen hilft schon die nächste Generation - seine Tochter - beim Verkauf mit. Bretz hat den Eindruck: „Das Fest ist ein Magnet, auch für die Leute aus der Umgebung.“ Positive Bilanz ziehen auch Erika und Ossi Schmack samt Schwiegertochter Petra Schmack. Alle drei äußern sich lobend über das Publikum. Von „vielen netten Familien, die an ihren Kindern nicht sparen“, berichtet Kinderkarussell-Betreiberin Petra Schmack. Trotz Polizeimeldungen über Raufereien und Alkoholmissbrauch - Erika Schmack sagt: „Bei mir am Schießstand waren die jungen Leute ausgesprochen höflich. Das war direkt auffallend.“

Karl Agtsch, mit dem Fahrgeschäft „Tropical Trip“ heuer erstmals auf dem Fest, bestätigt das, als er von unserer Zeitung darauf angesprochen wird. „Die Jugend hier ist brav.“ Erhält Agtsch die Möglichkeit und passt es in seinen Zeitplan, möchte er 2013 wieder dabei sein. „Es wäre wirklich schade, das Sommerfest wegen ein bisschen Randale aufzugeben. Das findet woanders auch statt“, meint Besucherin Ute Sachers. Als Anwohnerin der Isaraustraße freut sie sich, „dass die laute Musik erst um 14 Uhr begonnen hat und dass abends pünktlich Schluss war“. Nikolaus Pfafenrod (73) war beim Seniorennachmittag und am Sonntag noch einmal mit seiner Frau auf dem Fest. „Die Hendl schmecken sehr gut, die Speisekarte ist abwechslungsreich, die Preise sind in Ordnung“, macht er den Wirtsleuten ein Kompliment. Für den Russlanddeutschen gehört „das Sommerfest einfach zu Geretsried“. (tal)

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