Stellten im Haus des Deutschen Osten ihre Tracht vor: (hinten v. li.) Georg Hodolitsch, Hans Kindler, Helmut Heil (Autor des Buchs „Ungarndeutsche Trachtenbilder“ aus Ungarn) und Karl Raminger sowie (vorne v. li.) Anna Kindler, Christine Hodolitsch, Margit Raminger und Therese Harting.   Foto: red

Geretsrieder machen eine gute Figur

Geretsried/München - „Tracht stiftet Identität“: Mit diesen Worten eröffnete der Buchautor Helmut Heil die Ausstellung „Ungarndeutsche Trachtenbilder“ im Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München.

Mit dabei waren auch Mitglieder der Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn in Geretsried. Die Frauen zeigten ihre fein plissierten Röcke und gestickte Tücher aus 100 Jahre alten Stoffen und mit mehreren Lagen Unterröcken. Die Männer präsentierten reich verzierte Hutbänder und blank polierte Stiefel.

Die Vize-Direktorin des HDO, Brigitte Steinert, wies auf die Sprache des traditionellen Gewands hin, die bei der modernen Kleidung und besonders im städtischen Lebensraum weitgehend verschwunden sei. „Im Gegensatz zur Tracht erzählt die Kleidung unserer Tage wenig über die Herkunft einer Person oder deren Aufgabe“, so Steinert. Umso mehr seien Pflege, Erhaltung und Dokumentation der Trachten ein wichtiger Auftrag an Vereine, Heimatpfleger und Volkskundler. (red)

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