Der Wildbestand sei in den vergangenen Jahren ohnehin stark zurückgegangen, sagt Peter Mayer. Der Jäger aus Wolfratshausen ist zuständig für das rund 730 Hektar große Revier zwischen Gelting und Böhmwiese. Laut Mayer sind für den Negativtrend die immer stärkere Bebauung, vor allem am Ortsrand von Gelting, und das veränderte Freizeitverhalten der Menschen verantwortlich. Es gebe immer mehr Jogger, Mountainbiker und Spaziergängern mit und ohne Hund - das Wild finde dadurch keine Ruhe, so Mayer.
Nun fürchten der Jäger und die rund 20 Mitglieder der Jagdgenossenschaft, dass der Reh-Bestand mit dem Bau der S-Bahn zum einen weiter dezimiert und zum anderen nicht mehr so gut beschossen werden könnten. Die Hauptwanderwege des Wilds von den westlichen Wäldern zu den östlichen Äsungsflächen würden durch die Trasse diagonal durchschnitten, sagt Sprecher Franz Grötz. Wildunfälle auf den Gleisen seien vorprogrammiert. Zudem werde durch die Abnahme an Biotopen der Tierbestand zurückgehen, glaubt Grötz. Er befürchtet auch Einschränkungen für die Jagd.
Gut 20 Mitglieder der Jagdgenossen- und der Angliederungsgenossenschaft, die durch Flächentausch entstanden ist, unterschrieben am Montag im Alten Wirth in Gelting eine Liste mit den Einwendungen gegen die S 7-Verlängerung. (tal)



















