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    • 29.01.13
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Weg von der Kuschelpädagogik

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Geretsried - Lehrer und Sozialpädagogen stehen Mobbing auf den Schulhöfen oft hilflos gegenüber. Wie man Grenzen setzt, lernten Teilnehmer einer Tagung für konfrontative Pädagogik.

Im Stehen spricht es sich leichter: Referent Markus Brand (2. v. re.) demonstriert mit Hilfe eines Spiels, wie man Gewalt vorbeugen kann. Foto: sabine hermsdorf

Im Stehen spricht es sich leichter: Referent Markus Brand (2. v. re.) demonstriert mit Hilfe eines Spiels, wie man Gewalt vorbeugen kann. Foto: sabine hermsdorf

Die Tagung fand auf Initiative von Waleri Weinert statt. Der Chef des Sporttreffs Edelweiß absolviert gerade ein Anti-Aggressivitäts-Training am Münchner Institut für konfrontative Pädagogik. Dessen Gründer, der Diplomsozialarbeiter Markus Brand, leitete die Tagung in den Räumen des Sporttreffs.

Brand hält nichts von der Kuschel-Pädagogik, die häufig im Umgang mit auffälligen Kindern angewandt wird. „Im Kindergarten heißt es, der Junge ist einfach nur wild, in der Grundschule stuft man ihn als ADHS-Kind ein, und spätestens mit 14 Jahren wird er erstmals zum Täter“, beschreibt Brand den typischen Werdegang, wenn Eltern, Erzieher und Lehrer wegschauen. Dem Kind oder Jugendlichen müsse von Anfang an klar gemacht werden: Wir tolerieren dein Verhalten nicht, betont Brand. Sonst lerne es, dass sich Aggressivität lohnt.

Theoretisch und durch Übungen erklärte der Trainer den zehn Seminar-Teilnehmern, wie sie in Konfliktsituationen selbstbewusst und bestimmt auftreten. Zwei Mittelschullehrerinnen, eine Mitarbeiterin des Caritas-Kinderhorts, Mitglieder des Kinder- und Jugendhilfe-Fördervereins Wolfratshausen sowie Sozialarbeiter anderer Einrichtungen nahmen die Tipps des Experten dankbar an. Sie erfuhren auch, wie sie an Konflikten unbeteiligte Schüler zum Hinschauen und Eingreifen motivieren können.

Gewalt kann man laut Brand durch einfache Spiele vorbeugen. Eines geht so: Die Gruppe sitzt im Stuhlkreis. Ein Moderator stellt Fragen wie „Wer hat ein Haustier?“ Man kann nun freiwillig in die Mitte des Kreises treten, wenn man ein Tier besitzt, man muss es aber nicht. Der Moderator fragt bei Einzelnen nach, ob sie einen Hund oder eine Katze haben. So entsteht ein ungezwungenes Gespräch im Stehen. (tal)

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

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