SPD-Ortschef Wolfgang Werner drängt in Sachen Bürgermeisterwahl auf eine Entscheidung. In einer Vorstandssitzung heute Abend soll sich Fraktionssprecher Hans Hopfner erklären, ob er als Kandidat für die SPD ins Rennen geht oder nicht. Der aber will sich nicht unter Druck setzen lassen. „Es pressiert nicht“, sagt Hopfner im Gespräch mit unserer Zeitung.
Bereits im Dezember hatte sich die SPD-Spitze intern mit dem Thema auseinander gesetzt. Wolfratshausens Ex-Bürgermeister Reiner Berchtold erklärte im Nachgang, nicht als Kandidat zur Verfügung zu stehen. Der Geretsrieder Fraktionssprecher Hopfner bat sich Bedenkzeit aus.
Werner ist gespannt, wie sich der 57-jährige Familienvater heute Abend erklären wird. Nach seiner Ansicht hat man Hopfner genügend Bedenkzeit gegeben. Auch mit Rücksicht auf den Tod seines Vaters habe man ihn zu keiner Entscheidung gedrängt. Alfred Hopfner, ein Urgestein der SPD, war wie berichtet im Januar verstorben. Jetzt aber müsse man zu einer Entscheidung kommen, findet Werner. Schließlich gelte es nicht nur, die Bürgermeister- und Stadtratswahl vorzubereiten. „Dazwischen müssen wir auch noch eine Bundestags- und Landtagswahl bestreiten.“ Natürlich könne man niemanden zu einer Kandidatur drängen, sagt Werner. Sollte Hopfner aber nicht zur Verfügung stehen, müsse man das frühzeitig wissen, um einen Plan B entwickeln zu können. Dafür gibt es laut Werner zwei Optionen: „Entweder ich werfe selbst meinen Hut in den Ring oder wir versuchen, jemanden von auswärts zu holen.“ (sas)



















