Farchet - Anfang der 1950er Jahre erichteten Farcheter Buben eine Skisprungschanze im Frühbeis-Garten. Beim Bau legten alle mit Hand an und so war die acht Meter Hohe Anlage schnell fertig.

Fachleute können die Namen Sepp Weiler, Toni Brutscher und Heini Klopfer mutmaßlich im Schlaf aufsagen. Diese Athleten waren die großen Vorbilder für die einstmals jungen Burschen in Farchet. Die verfolgten nicht nur die Leistungen ihrer wagemutigen Idole, sondern wussten natürlich dank Zeitungsberichten, wie die Schanzenanlagen in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf aussehen. Und kamen auf die Idee: So etwas bauen wir auch.
Trotz beinahe fachmännischer Ausführung blieb der Schanzenturm eine wackelige Angelegenheit. Sei’s drum: Am Vormittag des 25. Januar 1953, ein Sonntag, war Premiere, sprangen (besser gesagt: hüpften) die ersten Farcheter von ihrer selbstgebauten Schanze. Pichlmair, schon in Jugendtagen ein ausgezeichneter Maler, sowie Hans Reiser hatten zuvor Werbeplakate gestaltet. Natürlich nicht mit einer entsprechenden Computersoftware, sondern in mühevoller Handarbeit.
Ende der 1950er Jahre wurde die „Farcheter Olympiaschanze“ abgetragen. Am einstigen Wettkampfort stehen heute Wohnhäuser.
(Von Heinz Richter)
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