Bekennende „Larifari“-Fans (v. li.): Landtagsabgeordneter Florian Streibl, Barbara Köhle, Lia Schneider-Stöckl, Michael Köhle und Barbara Heuberger. Foto: sh

Besuch eines kleinen Burschen aus Österreich

Irschenhausen - Die Sonderausstellung des Salzburger Marionettentheaters im Pocci-Museum läuft noch bis zum 22. März.

Ein kleiner Bursche an feinen Fäden hat sich mit ein paar hölzernen Bühnenkollegen seit Samstag im Hollerhaus einquartiert. Im Erdgeschoss führt seit einem Jahr die Kuratorin Barbara Köhle von der Münsinger Pocci-Gesellschaft das kleine Museum zu Ehren des Kasperlgrafen Pocci. Zum 100. Jubiläumsjahr des Salzburger Marionettentheaters ist dort noch bis 22. März eine Sonderausstellung zu sehen.

Der kleine Bursche an feinen Fäden ist genauso alt wie sein österreichischer Arbeitgeber. Er hat ein Grinsen im Gesicht und einen spitzen Filzhut auf. Es ist der Kasperl Larifari, eine Nachbildung der berühmten bayerischen Puppenfigur von Franz Graf von Pocci. Doch wie kam der Kasperl nach Salzburg? Barbara Heuberber, die Erbin und Geschäftsführerin des Salzburger Marionettentheaters, eröffnete die Ausstellung und erläuterte die Historie des Puppentheaters: 1913 erfüllte sich der Salzburger Bildhauer Anton Aicher seinen Traum vom Puppentheater und richtete es im Turnsaal des fürsterzbischöflichen Borromäums ein. Heute ist daraus ein weltbekanntes Marionettentheater geworden. Das neunköpfige Puppenspieler-Ensemble geht jährlich für drei Monate auf Welttournee.

Zur Vernissage war überraschenderweise auch Landtagsabgeordneter Florian Streibl mal ganz privat und zum ersten Mal ins Hollerhaus gekommen. Er ließ sich von Hausherrin Lia Schneider-Stöckl durch Benno Berghammers (Ottfried Fischer) Wohnräume, der Pension Resi aus der Serie „Der Bulle von Tölz“ führen. Andrea Weber

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