Nur mit Windenergie wird in Münsing, Pilotgemeinde der Energiewende Oberland, das Ziel der Energieautarkie gelingen. 37 Prozent des Strombedarfs könnten auf diese Weise gewonnen werden. Foto: archiv

Ohne Windenergie keine Autarkie

Münsing - Die Energiewende Münsing (EWM) will den Bau von Windkraftanlagen vor Ort forcieren. Die Gemeinde solle die Bürger von der alternativen Energiequelle überzeugen fordert die EWM.

Eine Gruppe von Energiewende-Mitgliedern hatte kürzlich Wilpoldsried, den Vorzeigeort der Windkraft-Befürworter im Allgäu, besucht. Auch in Münsing bläst nach Einschätzung von Prof. Markus Brautsch von der Hochschule Amberg der Wind stark genug, um ihn zur Stromerzeugung zu nutzen.

Brautsch hat im Auftrag der Gemeinde ein Energiespar-Konzept erstellt, an dem sich die Energiewende Münsing orientiert. 37 Prozent des Strombedarfs könnten dem Gutachten zufolge durch Windkraft erzeugt werden.

Noch wird über den Bau einer Anlage in Münsing aber nicht diskutiert. Die Seegemeinde befindet sich in der Nacht-Tiefflugzone. Darin sind Windkraftanlagen nicht erlaubt. Der zweite Teil des EWM-Antrags lautet deshalb, die Gemeinde soll auf die bayerische Landesregierung einwirken, damit die Tiefflugzone beseitigt wird.

Ohne Wind, zitiert Ernst Grünwald von der EWM den Experten Prof. Markus Brautsch, werde Münsing als Pilotgemeinde der Energiewende Oberland die angestrebte Energie-Autarkie bis zum Jahr 2025 nicht schaffen. (tal)

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