Den Schilderwald wieder aufforsten

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    • 02.08.12
    • Münsing
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Den Schilderwald wieder aufforsten

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Ammerland/Ambach - Seit es an der Seestraße zwischen Ammerland und Ambach keine Tempo-30-Schilder mehr gibt, wird dort nach Aussage der Anwohner „gerast“. Das Landratsamt denkt nun an ein Wiederaufstellen der Schilder.

Private Wiederaufforstung: Weil das Landratsamt den Tempo 30-Schilderwald der Südlichen Seestraße in Ammerland entfernt hat, greifen Anwohner mit selbst gebastelteten Warnsignalen zur Selbsthilfe. Foto: sh

Private Wiederaufforstung: Weil das Landratsamt den Tempo 30-Schilderwald der Südlichen Seestraße in Ammerland entfernt hat, greifen Anwohner mit selbst gebastelteten Warnsignalen zur Selbsthilfe. Foto: sh

Peter Maier wohnt direkt an der Südlichen Seestraße. Täglich geht er mit seinem Hund dort spazieren. Die Autos würden wegen der Enge der Straße haarscharf an den Fußgängern und Radfahrern vorbeirauschen, sagt Maier. Gerade für Kinder und Senioren sei es extrem gefährlich, von ihren Gartentüren aus auf die Fahrbahn zu treten. Auch Haus- und Wildtiere seien gefährdet. „Faktisch gilt ja jetzt 50 auf dem kleinen Sträßchen, außerhalb des Ortschilds sogar 100“, meint der Apotheker im Ruhestand kopfschüttelnd. Spreche er Autofahrer an, reagierten diese aggressiv und beleidigend - „und mit dem Verweis auf die erlaubten 50 Kilometer“.

Schon vor sechs Wochen hat sich Maier an das für den Abbau der 30er-Schilder zuständige Landratsamt gewandt. Jetzt endlich scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Zur Erinnerung: Der Landkreis hat 2011 die kreiseigene TÖL 2 saniert und neu asphaltiert. Kaum war die Straße im Frühling dieses Jahres fertig ausgebaut, montierte das Landratsamt sämtliche Tempo-30-Schilder zwischen Ammerland und Ambach ab. Begründung des zuständigen Mitarbeiters Georg Fischhaber: Die Regierung von Oberbayern habe die Landratsämter angewiesen, sukzessive den Schilderwald abzubauen. „Wir sind überbeschildert“, sagt Fischhaber. Die Menschen sollten sich wieder mehr an die allgemeine Straßenverkehrsordnung halten und „den Verhältnissen entsprechend“ Auto fahren. Auf der schmalen Seestraße könnten an manchen Stellen selbst 30 Stundenkilometer zu schnell sein. „Es ist die Aufgabe des Verkehrsteilnehmers, Gefahren rechtzeitig zu erkennen“, doziert der Sachgebietsleiter für Verkehr.

Der Münsinger Bürgermeister Michael Grasl hat nun Georg Fischhaber gebeten, die Sache nochmals zu überprüfen. Der Vorschlag der Gemeinde: eine maßvolle Tempo-30-Beschilderung zur Verdeutlichung und Erinnerung. „Darauf wird es wohl hinauslaufen“, meinte Fischhaber am Dienstag ein wenig resigniert im Gespräch mit unserer Zeitung.

(tal)

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Kommentare

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Michael Doehla04.08.2012, 07:34Antwort
(1)(0)

"Bonzengrundstücksbesitzer" "Nobelkarosse"
Polemik, auch ein Stilmittel.
Kein gutes, aber bitte.

Nicht nur Anlieger bekommen diese Sondergenehmigungen, wie bekannt sein sollte.
Das Problem sind nicht die Leute die dort wohnen.
Das Problem sind Leute denen das Einfahrtsverbot schlicht egal ist.

Darum geht es ja auch gar nicht.
Die Straße ist für 50 km/h schlicht zu schmal.

Brezelmoser03.08.2012, 12:43
(0)(0)

Die Kreisstraße am Ostufer des Würmsees, ist in der Tat, zu eng, da müssten
Grundstücksenteignungen im größeren Umfang stattfinden,.

Schon 1928 hat der Ostuferschutzverband eine KFZ-Sperrung für
die Straße durchgesetzt, das NS-Regime und nach dem "Untergang"
die Amerikaner, hatten sie für die KFZ wieder freigegeben.
Wer eine Sondergenehmigung hat, sieht darauf, wie schnell er
mit seiner Nobelkarosse fahren darf. Also Bonzengrundstücksbesitzer,
nehmt gegenseitig Rücksicht und auch auf die Fußgänger und Radfahrer,
Dann braucht das Volk, nicht verbotener Weise, in die Seegrundstücke zu flüchten :-))

Michael Doehla03.08.2012, 09:13
(1)(0)

Schön verallgemeinern...
Clever!

Aber generell:

Falsch!
Wer dort wohnt kennt sich, das wird dann intern geregelt.

Das Hauptproblem sind die, die aufgrund Unwissen oder Ignoranz einfahren und dann halt mit 50 oder mehr die Straße nutzen.
Auch der Lieferverkehr ist ein Problem.

Die Seestraße im Gemeindebereich Münsing ist seit Abbau der Schilder echt gefährlich!
Das da noch nichts schlimmeres passiert ist ist reines Glück!

Herr Grasl sollte nicht immer nur vom Tourismus reden, sondern auch mal was dafür tun!

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