Wolfratshausen/Münsing - Vollsperrung in beiden Richtungen: Nach mehreren Unfällen zwischen dem Starnberger Dreieck und Wolfratshausen ist die A95 zeitweise voll gesperrt worden. Die Polizei meldet seit 9 Uhr 15 Unfälle mit elf Verletzten.

© Feuerwehr Höhenrain
Mehrere Fahrzeuge waren in den Unfall auf der A95 Richtung Süden verwickelt, vier Menschen erlitten Verletzungen.
Der Altweibersommer hatte die Autofahrer verwöhnt. Um so unvorbereiteter traf zahlreiche Verkehrsteilnehmer der Wintereinbruch am Samstag. Nach starken Graupel- und Schneeschauern kam es auf der Autobahn 95 zwischen der Anschlussstelle Wolfratshauser und dem Starnberger Dreieck zu einer Unfallserie. „Ein Großteil der Autofahrer war mit Sommerreifen unterwegs“, berichtet Polizeihauptkommissar Clemens Funk, „und sie fuhren mit nicht angepasster Geschwindigkeit in die Schlechtwetterzone.“ Das Ergebnis dieser „fatalen Kombination“: 15 Unfälle mit neun Leicht- und zwei Schwerverletzten, die mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden mussten.
Die Autobahn 95 musste zwischen Wolfratshausen und Schäftlarn zwischen 11 und 17 Uhr in beide Richtungen gesperrt werden, was jeweils rund vier Kilometer lange Staus zur Folge hatte. Die Vollsperrung führte auch zu erheblichen Behinderungen auf den Nebenstrecken, etwa auf dem Wolfratshauser Autobahnzubringer, in Berg und in Schäftlarn.
„Eine besondere Herausforderung war das dezentrale Schadensereignis, welches den Einsatz mehrerer Einsatzabschnittsleiter erforderte“, erläutert der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Martin Uerkvitz. Obgleich die Unfallstellen zum Teil weit voneinander entfernt lagen, habe die Einsatzkoordination zwischen Polizei, Feuerwehren, BRK und Technischem Hilfswerk „reibungslos“ geklappt. Nachdem die Integrierte Leitstelle in Weilheim gegen 13 Uhr einen „Massenanfall von Verletzten/Stufe 1“ gemeldet hatte, waren unter anderem sechs Notärzte, ein Dutzend Rettungswagen sowie unter anderem Feuerwehrkräfte aus Wolfratshausen, Münsing, Berg, Höhenrain, Schäftlarn und Neufahrn alarmiert worden. Der insgesamt sehr einsatzreiche Samstag habe die Freiwilligen „bis an die Grenzen beansprucht“, stellt Robert Woppowa, Kreisbrandmeister und Kommandant der Wolfratshauser Feuerwehr, fest. Polizeisprecher Rath appelliert vor dem Hintergrund der folgenschweren Unfallserie an die Kraftfahrer: „Wenn es graupelt oder schneit – unbedingt runter vom Gas.“
Carl-Christian Eick
Karte wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.