Ein Dritter soll es richten

Bad Tölz-Wolfratshausen - Einen „gordischen Knoten“ gilt es laut Martin Bachhuber in Sachen S-Bahn-Verlängerung zu durchschlagen. Er will an Verkehrsminister und Parteifreund Ramsauer herantreten, um den Tunnel möglich zu machen.

Bekanntlich haben sich die Wolfratshauser in einem Bürgerentscheid gegen einen Bahnübergang mit Schranke an der Sauerlacher Straße ausgesprochen. Doch bei der Alternative steht ein großes Fragezeichen hinter der Finanzierung: „Die Anzeichen verdichten sich, dass der Bund sich an einer Finanzierung der Tunnel-Lösung nicht beteiligen wird“, sagte CSU-Fraktionssprecher Bachhuber in der jüngsten Kreistagssitzung. Er habe deswegen „in den vergangenen Wochen und Monaten im Landtag und in den Ministerien viele Gespräche geführt, um eine Lösung zu finden“.

Aus einer Sicht sei der einfachste Ausweg, „wenn Bund und Freistaat die Gelder für die Schrankenlösung zur Verfügung stellen würden und die Differenz für die Tunnel-Lösung von dritter Seite käme“. Auf diesen Vorschlag habe er aber zu hören bekommen: „Such’ dir einen reichen Onkel, der die Differenz bezahlt.“ Denn falls dieser Betrag aus öffentlichen Mitteln stammen sollte, würde sich der Bund umgehend aus der Finanzierung zurückziehen. „Das mag ich aber weder verstehen noch hinnehmen“, so Bachhuber. Deswegen habe er sich nun an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gewandt: „Er soll Vorschläge unterbreiten, wie eine Co-Finanzierung durch Dritte realisiert werden kann, ohne dass sich der Bund aus seiner Verantwortung zurückzieht.“

(ast)

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