Es ist ein schwerer Vorwurf, den Manfred Fleischer da geäußert hat. „Das ist ein brutaler Kahlschlag im Herzen der Stadt und steht nicht im Einklang mit den Plänen“, sagte der CSU-Ortsvorsitzende und Fraktionssprecher am Sonntag am Bürgerstammtisch seiner Partei. Er reagierte damit auf die Fällung mehrerer Bäume auf dem Gelände des Vermessungsamts an der Heimgartenstraße. Sie mussten weg, weil das Vermessungsamt neu gebaut wird.
Allem Ärger zum Trotz - Fleischer war von einer Anwohnerin informiert worden - war die Aktion rechtens. Das bestätigt Susanne Leonhard vom Wolfratshauser Bauamt gestern auf Anfrage unserer Zeitung. „Was weggekommen ist, war das, was im Plan stand. Die Fällung war zwar umstritten, aber letztlich hat die Stadt zugestimmt.“ Dass Stadt und Untere Naturschutzbehörde informiert waren, betont auch Peter Aumann, Leiter des Bereichs Hochbau am Staatlichen Bauamt Weilheim. „Wir hatten somit eine doppelte Zustimmung und keinen Widerspruch.“ Ursprünglich war geplant, einige Bäume zu erhalten, erklärte Aumann. Doch irgendwann sei klar gewesen, dass die Bäume durch die Baustelle beschädigt worden wären und dann ohnehin hätten gefällt werden müssen. Auflagen hätte die Stadt ohnehin nicht erteilen können, da sie keine Baumschutzverordnung habe. Dass es Ersatzpflanzungen geben wird, sei Aumann zufolge selbstverständlich. Auch einen der jetzt noch stehenden Bäume wolle man während des Baus besonders schützen. (njd)
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