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    • 26.02.13
    • Wolfratshausen
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Party endet immer häufiger im Klinikbett

Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Zahl Jugendlicher, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, ist gestiegen.

Ein Gläschen Cocktail in Ehren, doch die Zahl Jugendlicher, die ihren Alkoholkonsum nicht im Griff haben, steigt bayernweit von Jahr zu Jahr. Die Wolfratshauser Polizei kündigt nun an, ein noch wachsameres Auge auf Stadlfeste und Schulabschluss-Partys werfen zu wollen. Symbolfoto: Fotolia

Ein Gläschen Cocktail in Ehren, doch die Zahl Jugendlicher, die ihren Alkoholkonsum nicht im Griff haben, steigt bayernweit von Jahr zu Jahr. Die Wolfratshauser Polizei kündigt nun an, ein noch wachsameres Auge auf Stadlfeste und Schulabschluss-Partys werfen zu wollen. Symbolfoto: Fotolia

6046 Patienten unter 20 Jahren wurden 2011 wegen alkoholbedingter Krankheiten in bayerischen Krankenhäusern behandelt. 5778 Jugendliche mussten im selben Jahr wegen eines Vollrausches ins Krankenhaus gebracht werden. Seit 2000 haben sich die Zahlen fast verdreifacht. Das ergab eine Studie des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung.

Eine Negativtendenz konnte in den vergangenen Jahren auch Dr. Christoph Preuss, Oberarzt der Inneren Abteilung in der Wolfratshauser Kreisklinik, feststellen: „Wir hatten lange Zeit einen Anstieg. Seit 2011 sind die Werte bei uns aber konstant.“ Den Klinikarzt beunruhigt besonders das abnehmende Alter der Alkoholsünder. Waren betrunkene Jugendliche früher 15 bis 19 Jahre alt, fallen laut Preuss heute immer häufiger schon 14- und 15-Jährige nach Alkoholexzessen auf.

Eine Erkenntnis, die Streetworkerin Karin Brünnler bestätigt. Die 27-Jährige ist seit knapp zwei Jahren als Mobile Jugendarbeiterin auf Wolfratshausens Straßen im Einsatz Brünnler hat festgestellt: „Diejenigen, die eine Ausbildung machen oder gerade dabei sind, ihre Schule abzuschließen, trinken weniger. “ Dafür greifen ihrer Aussage nach immer mehr Kinder zur Flasche, „darunter auch Zwölfjährige“. Eine Tatsache, die Mediziner Preuss Tag um Tag verwundert: „Wie kommen die an den harten Alkohol?“ Auf diese Frage hat die Jugendarbeiterin eine Erklärung: Hochprozentiges würden sich die Minderjährigen von älteren Freunden besorgen lassen. Andere „klauen ihn einfach von ihren Eltern“, so Brünnler. (cap)

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

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