„Bis das Licht der Sonne bei uns ist, vergehen acht Minuten und 20 Sekunden“: Adi Steininger bringt den Siebtklässlern den Sternenhimmel nahe. Foto: hl

Dem Sternenhimmel ganz nah

Wolfratshausen - Wie viele Sterne gibt es? Was ist eine Sternschnuppe? Fragen wie diese stellten die Mädchen und Buben der Realschule Adi Steininger. Im Gepäck hatte er sein mobiles Planetarium.

Das Tragluftzelt in Form einer silbernen Halbkugel, gut drei Meter hoch und mit einem Durchmesser von sechs Metern, war in der Aula aufgebaut. Ältere und übermütige Schüler musste Steininger davon abhalten, in das Gebilde zu pieksen. Die Siebtklässler dagegen machten es sich bequem: Sitzend oder liegend genossen sie das kosmische Kino an der Kuppel.

Mit einem Projektor bildet der Hobby-Astronom Steininger den Sternenhimmel sowie Bahnen von Planeten und Monden ab, erklärt sie und will den Kindern so die Schönheit und Faszination des Universums nahebringen. „Viele Kinder kennen keinen Himmel mehr“, sagt Steininger. „Nur durch das Internet erfahren manche noch von Sternen und Sternbildern.“ Doch keine App oder Karte könne den Blick in den Himmel ersetzen. Außerdem laufe bei ihm „keine Erklärung vom Band, ich rede und beantworte alles, interaktiver geht’s nicht“.

Steininger hatte während seines Studiums Astronomie als Wahlfach. Bei einer USA-Reise 1987 sah er, dass dort vorwiegend an Privatschulen mobile Planetarien eingesetzt wurden. „Da habe ich beschlossen, mir so ein Ding zu kaufen und mein Hobby zum Beruf zu machen.“ Seither tourt er mit seiner Unterrichtsstunde der etwas anderen Art durch die Schulen. (cjk)

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