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    • 18.10.11
    • Wolfratshausen
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Die Strom-Pioniere

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Wolfratshausen - Stromgeber trifft auf Stromnehmer: Wolfgang Fraunhofer und Sibylle Ulbrich sind Teil einer privaten Strombörse. Unabhängigkeit von den Großkonzernen ist ihr oberstes Ziel.

Verströmen ganz viel gute Laune: (v. li.) Buzzn-Geschäftsführer Justus Schütze und Stromnehmerin Sibylle Ulbrich im Blockheizkraftwerk von Wolfgang Fraunhofer. foto: sh

Verströmen ganz viel gute Laune: (v. li.) Buzzn-Geschäftsführer Justus Schütze und Stromnehmerin Sibylle Ulbrich im Blockheizkraftwerk von Wolfgang Fraunhofer. foto: sh

Im Keller der Familie Fraunhofer steht ein Blockheizkraftwerk. Das produziert Wärme und zusätzlich, als Nebenprodukt, Strom. Bisher hat das Ehepaar den Überschuss beim Großkonzern Eon eingespeist. Das bedeutete dauernd wechselnde, „teils inkompetente“ Ansprechpartner und eine undurchsichtige Preiskalkulation. „Ich habe da immer schon ein schlechtes Gefühl gehabt“, sagt Wolfgang Fraunhofer. Darum ist er seit dem 1. Oktober Stromgeber bei einer Online-Plattform für Privatpersonen.

„Buzzn“ nennt sich das Projekt, mit dem der Wolfratshauser Justus Schütze die Energiewende vorantreiben will (wir berichteten). Die Idee: selbstgemachter Strom von Bürgern für Bürger aus der Nähe. Dabei geht es darum, die Energieversorgung zu dezentralisieren. Sprich: Die Beteiligten wollen unabhängig werden von den Großkonzernen. Geschäftsführer Schütze nennt es die „Energiewende von unten“.

Nur ein paar hundert Meter von den Fraunhofers entfernt wohnt Sibylle Ulbrich. Sie ist die Stromnehmerin. „Der Atomstrom ist mir schon lange hochgestoßen“, erklärt sie. „Außerdem bin ich ein Freund regionaler Marktwirtschaft.“ Ulbrich kann jetzt genau nachvollziehen, wo ihr Strom herkommt.

Doch sind die Stromgeber wirklich unabhängig, wenn sie das Gas zum Heizen des Kraftwerks von einem Konzern beziehen? „Dauerhaft ja“, sagt Justus Schütze. „Wir befinden uns jetzt in einer Übergangsphase. Irgendwann wird auch Gas erneuerbar sein.“ Dann sei die Unabhängigkeit endgültig erreicht. Der Buzzn-Geschäftsführer geht sogar noch einen Schritt weiter: „Letztlich haben die Großkonzerne keine Chance. Strom aus Sonne und Licht wird uns geschenkt. Er wird vom Konsum- zum Kulturgut.“ Vermutlich dauert das noch eine Weile. Wenn es klappt, waren Schütze, Fraunhofer und Ulbrich Vorreiter für Millionen. (cb)

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