Würmtal - Die Wasserwirtschaftsämter beobachten den Fluss argwöhnisch: Bildet sich Eis am Boden des Bachbetts, kann die Würm über die Ufer treten.

Oberflächeneis am Würmufer ist schön und harmlos. Was den Zuständigen Sorgen bereitet, ist die Bildung von Grundeis, das zu Überschwemmungen führen kann. Foto: js
An der Würm im Landkreis Dachau sind Bagger bereits im Einsatz: Wegen der klirrenden Kälte hat sich in dem Fluss das gefürchtete Grundeis gebildet. Die Eismassen mussten mühsam entfernt werden, um eine drohende Überschwemmung zu verhindern. Besteht am Oberlauf des Flusses zwischen Starnberg und Gräfelfing ebenfalls die Gefahr von Überflutungen? Die Wasserwirtschaftsämter Weilheim und München überprüfen die Situation jetzt täglich. „Bis jetzt hat sich noch kein Grundeis gebildet“, sagt Walter Schramm, der im Wasserwirtschaftsamt für den Landkreis Starnberg zuständig ist.
Das Eis entsteht, wenn der Boden bei dauerhaftem Frost tiefgründig gefriert und auch in der Gewässersohle Minustemperaturen erreicht werden. Das Eis verdrängt dann das Wasser aus dem Flussbett, das daraufhin über die Ufer treten und die Umgebung fluten kann. So kann selbst ein ruhiges Flüsschen zum Problem werden.
Grundeis tritt äußerst selten auf und kommt nur bei einer langfristigen, extremen Frostperiode vor. Wenn es weiterhin so kalt bleibe, könne man nicht ausschließen, dass auch bei uns noch der Fluss von unten her zufriert, sagt Schramm. Daher sei es besonders wichtig, dass alle Unterhaltszuständigen, neben dem Wasserwirtschaftsamt auch Triebswerkbetreiber und Kommunen, in ihrem Flussabschnitt den Wasserstand genau im Auge behalten.
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