Würmtal - Die Martinsrieder Biotech-Szene setzt große Hoffnungen in ein Schwarz-Gelbes-Regierungsbündnis. Bei den Steuern und der Gentechnik müsse es Änderungen geben, fordert Horst Domdey.
Nach den Worten des Geschäftsführers der Martinsrieder BioM GmbH trotzen die Martinsrieder Biotech-Firmen der Wirtschaftskrise. „Ich weiß nur von einem einzigen Unternehmen in unserem Bereich, das Kurzarbeit eingeführt hat.“ Insgesamt konstatiert der Branchen-Netzwerker eine zunehmende Stabilisierung der Biotech-Firmen. Viele hätten als ausgegründete Uni-Forschungsprojekte angefangen. Nun suchten sie neuerlich Kontakt zu den Universitäten. Für Domdey stellt dies einen qualitativen Gewinn dar. Einen Quantensprung erhofft sich Biotech-Koordinator Domdey von einem positiven Bescheid beim Spitzencluster-Wettbewerb. Ende Januar entscheidet das Bundesforschungsministerium über die Vergabe von Fördermitteln.
Auch an die Adresse der Landesregierung geht eine Forderung des BioM-Chefs. Wenn man selbst für die angewandte Forschung keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr anbauen dürfe, bedeute dies „die Einführung weltfremder Standards“. Er hoffe, dass Bayerns Umweltminister Markus Söder hier gebremst werde. Domdey: „In Bayern diskutiert man eine lächerliche Einschränkung der Forschung, über die sich der Rest der Welt amüsiert.“
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