Würmtal - Auch wenn sich die Eigentümer nicht mehr finden, verschrottet werden Fundräder im Würmtal zumeist nicht.

Schrott mit Beratung: Betriebsleiter Holger Schmidt kümmert sich im Wertstoffhof Planegg um Fundräder und macht sie wieder fahrtüchtig. foto: rutt
„In der Würm liegen drei herrenlose Fahrräder.“ Diese Meldung ging 2011 in der Polizeiinspektion Planegg ein. Ein Bürger hatte die Räder entdeckt und der Polizei gemeldet. Anhand der Rahmennummer konnte eines dem rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden, die beiden anderen Räder wanderten ein halbes Jahr in die Obhut des örtlichen Fundbüros. „Wenn niemand Besitzansprüche anmeldet, kann der Finder das Rad nach Ablauf dieser Zeit haben“, sagt Ilse Amberger vom Fundbüro im Planegger Rathaus. Will er es nicht, holen es Mitarbeiter des Wertstoffhofs ab.
Die Gemeinde Krailling geht mit fahrtüchtigen Fundrädern anders um. Bei der jährlichen Versteigerung von zurückgebliebenen Drahteseln heißt es: „Gekauft wie gesehen“, sagt Hauptamtsleiter Franz Wolfrum. Die Instandsetzung muss gebenenfalls der Käufer selbst übernehmen. Rund 20 Euro kosten die Fahrräder.
Auch die Gemeinde Gräfelfing bietet fahrtüchtige Räder nach dem halben Jahr Aufbewahrungszeit zum Verkauf an. „Häufig werden sie an soziale Einrichtungen weitergegeben“, sagt Petra Schmitz, Leiterin des Ordnungsamts in Gräfelfing. „Oder der Finder übernimmt das Rad, wenn es in einem guten Zustand ist.“
In der Gemeinde Neuried sammelt sich über das Jahr verteilt rund ein halbes Dutzend heimatlose Fahrräder. „Funktionstüchtige Fundräder werden wir immer los“, berichtet Gabriele Stoiber vom Fundbüro in Neuried. „Meist geben wir sie an die Kindergärten der Gemeinde weiter. Oder es findet sich ein Käufer, der das Rad für zehn bis 15 Euro mitnimmt“.
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