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Kaufen oder mieten? Rathaus-Entscheidung auf Herbst vertagt

Kaufen oder mieten? Rathaus-Entscheidung auf Herbst vertagt

029.07.10|Würmtal|Würmtal|1
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Artikel: Kaufen oder mieten? Rathaus-Entscheidung auf Herbst vertagt

Neuried - Möbelpackern wird man im Neurieder Rathaus in den nächsten Wochen nicht begegnen. Die Entscheidung, den Umzug in ein Mietobjekt ins Auge zu fassen, fällt erst im Herbst.

Wie berichtet, hatten SPD, Freie Wähler und Unabhängige den Antrag gestellt, für befristete Zeit das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Amer Sports anzumieten.

Der Finanzausschuss entschied am Dienstag, den zweiten Schritt nicht vor dem ersten zu machen. Etwaige Mietzinsen seien erst in vernünftige Relation zu den anfallenden Kreditraten zu bringen, wenn die Kosten für einen Neubau feststehen. Erst dann kenne man die Höhe der Kreditsumme.

„Die Kostenschätzung aber können wir erst vornehmen, wenn wir ein Raumprogramm haben“, betonte Ilse Weiß. Auch Cornelia Saumweber (SPD) machte sich, wie Ulrike Faulhaber-Hobelsberger (Unabhängige) für eine „verlässliche Entscheidungsgrundlage“ stark. Den Mietpreis für das Bürogebäude am Hainbuchenring 9 gab die Bürgermeisterin unter vorübergehendem Ausschluss der Öffentlichkeit bekannt. „Die Anmietung kommt wesentlich teurer als die Finanzierung über Kredit“, verriet Weiß immerhin.

Andreas Dorn (FWN) hatte zuvor zwei Hauptargumente für den Umzug ins Feld geführt. Einmal sei auf Mietdauer mit fest kalkulierbaren Zahlen zu rechnen, zudem sei die im Fünfjahresplan aufgestellte Bausumme von sieben Millionen keine feste Größe und die Finanzierung durch Grundstücksverkauf, Kredite und Rücklagen nicht ganz nachvollziehbar. Die Umgestaltung der Gautinger Straße stehe dann auch in Frage.

„Wir müssen außerdem aus Platzgründen schnell handeln“, forderte der Gemeinderat. Er wies darauf hin, dass in diesem Fall die derzeit vom Bauamt genutzten Container dem Kindergarten am Haderner Weg als Ausweichquartier während der Sanierungsphase dienen könnten.

Bei der Diskussion über die Ausmaße des neuen Rathauses diente das seit 2001 vorliegende Raumprogramm als Arbeitsgrundlage. Dort eingearbeitet wurden aktuelle, in Abstimmung mit Bürgermeisterin, Verwaltungsabteilungen und Personalrat erstellte Vorschläge.

Das neue Rathaus soll demnach 1495 Quadratmeter aufweisen. Anstelle von fünf kleinen Fraktionsräumen sind jetzt drei größere angedacht, drei Besprechungszimmer statt vier. Ein Extrazimmer für den zweiten Bürgermeister entfällt, dafür gibt es zwei Pufferräume statt nur einem. Weitgehend befürwortet wurde auch eine Tiefgarage.

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