Bartagamen kommen Gemeinde teuer zu stehen

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    • 03.08.12
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Bartagamen kommen Gemeinde teuer zu stehen

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Krailling - Die artgerechte Unterbringung von drei herrenlosen Bartagamen kosten die Gemeinde Krailling jetzt rund 900 Euro.

Bartagamen sind australische Echsen, die hierzulande gerne als Haustier gehalten werden. Foto: Koark / dpa

Bartagamen sind australische Echsen, die hierzulande gerne als Haustier gehalten werden. Foto: Koark / dpa

Tierische Kosten sind in den vergangenen Wochen auf die Gemeinde Krailling zugekommen. Jahrelang sind dort keine Haustiere aufgetaucht, die ihrem Besitzer ausgebüxt sind oder gar ausgesetzt wurden. Jetzt verzeichnet man gleich drei Funde innerhalb weniger Monate - kleine Reptilien, so genannte Bartagamen. Die bis zu 60 Zentimeter langen Eidechsen, ursprünglich in Australien beheimatet, werden in unseren Breiten als Hausgenossen immer beliebter.

Im Unterhalt sind die Schuppenkriechtiere offensichtlich nicht ganz billig. Rund 900 Euro muss die Gemeinde für die drei entlaufenen Eidechsen berappen. Gemeinhin werden herrenlose Tiere von ihren Findern im Tierheim Starnberg abgegeben und dort versorgt. Für derartige Fälle ist in der Gemeinde vorgesorgt, jährlich führt Krailling fünf Prozent seiner Einnahmen aus der Hundesteuer an das Tierheim ab.

Anders bei Eidechsen: Da ihre artgerechte Haltung besondere Anforderungen stellt, kommen sie nach München in die Reptilien-Auffangstation an der Kaulbachstraße. Und da Tiere gesetzlich als Fundsachen gelten, musste die Gemeinde 28 Tage lang für die Bartagamen blechen - für Untersuchungen, Impfungen und Futter. Nach Auskunft der Auffangstation sind dort im Jahr 2011 rund 1000 Tiere aus dem Bereich München abgegeben worden. Die Rückholquote ist minimal. Was im Fall von Bartagamen nicht verwunderlich ist, übersteigen doch die bei Abholung aufgelaufenen Kosten meist den Anschaffungspreis eines neuen Exemplars.

Ähnlich unerwartete Ausgaben blieben anderen Würmtal-Gemeinden bislang erspart, Fundtiere gibt es nach Auskunft aus den Rathäusern äußerst selten. Maximal 30 Euro habe die Gemeinde einmal für einen Hasen aufbringen müssen, berichtet Planeggs Pressesprecherin Bärbel Zeller. Bei Fundtieren, die einem Haushalt entlaufen sind, kommt Planegg für den Transport zum Tierheim und die ersten 20 Tage der Unterbringung auf. „Die Gemeinde kann die Tiere nicht endlos durchfüttern“, so Zeller.

Weitere Exoten will die Gemeinde Krailling jedenfalls nicht durchfüttern. Die Verwaltung bittet deshalb die Halter dringend, ihre Tiere nicht unbeaufsichtigt sich selbst zu überlassen. Die Besitzer der drei Bartagamen können sich im Rathaus bei Anette Friedrich unter der Telefonnummer 85 70 61 01 melden. Und ihrer Tierliebe zumindest im Nachhinein auch finanziell Ausdruck verleihen.

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