Dackelmischling Lolly verzweifelt gesucht

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    • 18.02.13
    • Krailling
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Hündin hat Angst vor Fremden

Dackelmischling Lolly verzweifelt gesucht

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Krailling - Alexandra Wieser-Seibt ist verzweifelt. Ihr Dackelmischling Lolly ist entlaufen. Sie setzt jetzt alle Hebel in Bewegung, um ihren Liebling wiederzufinden.

© Sauer

Alexandra Wieser-Seibt mit einem Foto von Lolly. Die Kraillinger hat momentan nur einen großen Wunsch: Sie möchte die entlaufene junge Hündin wieder in die Arme schließen.

Am Anfang stand ein Versprechen. „Ich werde dein ganzes Leben auf dich aufpassen und für dich da sein“, hatte Alexandra Wieser-Seibt dem kleinen Dackelmischling zugesichert. Vier Tage später war Lolly weg. Wieder und wieder muss Alexandra Wieser-Seibt weinen, wenn sie die Geschichte ihrer kleinen Hündin erzählt. „In der Früh haben wir noch zusammen im Schnee am Kraillinger Waldrand gespielt. Lolly hatte mit dem Schwanz gewedelt und mir zum ersten Mal über die Nase geschleckt.“ Das war das letzte Mal, dass die Kraillingerin mit Lolly toben durfte.

Alexandra Wieser-Seibt hat ihr Versprechen nicht halten können. Nach dem „Hundeküsschen“ im Schnee hatte die 41-Jährige den Dackelmischling zu ihrer Mutter nach Laim gebracht - und dort passierte es: Lolly büxte aus. Das ist jetzt zwei Wochen her. Lolly ist immer noch weg.

„Wir hatten sie nur so kurz“, sagt Wieser-Seibt traurig. Die kleine Hündin ist kein Streuner. Als Welpe kam sie in eine Tötungsstation in Serbien, dort wurde ihr der Schwanz abgeschnitten. Seit dieser Zeit habe sie Angst vor Gittertoren und fremden Menschen, erzählt Alexandra Wieser-Seibt. Eine Tierschutzorganisation rettete sie und brachte sie zu einer Pflegefamilie in Selb. Seitdem ist sie in Sicherheit, seitdem hat sie einen Namen: Lolly.

Wieser-Seibts früherer Hund Lolle war erst Weihnachten unerwartet an einem Lebertumor gestorben. „Eigentlich wollte ich so schnell keinen neuen Hund, aber dann sah ich ein Bild von Lolly im Internet. Das hat mich nicht losgelassen.“ Am 2. Februar durfte Lolly nach Krailling umziehen. Nach vier Tagen hatte sie endlich etwas Vertrauen in ihre neue Familie. Doch als Alexandra Wieser-Seibts Mutter in Laim versehentlich die Leine in den Schnee fiel, erschreckte sich die kleine Hündin so sehr, dass sie die Flucht ergriff. Seither ist sie verschwunden.

Alexandra Wieser-Seibt setzt alles daran, Lolly wiederzufinden. Sie verteilte Handzettel, setzte Suchhunde ein, befragte Passanten - Tag für Tag und immer wieder. Bislang vergeblich. Bei der Kleingartenanlage an der Wilhelm-Riehl-Straße 50/Straubinger Straße in Laim verliert sich jede Spur. Menschen haben die Hündin dort noch gesehen, und im Schnee waren Lollys Pfotenabdrücke und die hinterhergeschleifte Leine zu erkennen.

Alexandra Wieser-Seibts letzte Hoffnung ist, dass irgend jemand Lolly gefunden und zu Hause aufgenommen hat. Eine Hoffnung, die zusätzliche Nahrung bekommen hat. In ihrer Verzweiflung wandte sich Alexandra Wieser-Seibt an zwei Damen, die angeblich Seelengespräche mit Tieren führen und Kontakt mit Lolly hergestellt haben wollen. Jemand soll die Hündin aus Mitleid mitgenommen haben, so das Ergebnis der Nachforschungen per telepathischer Kommunikation.

Wieder muss Alexandra Wieser-Seibt weinen. „Es ist eine Erleichterung, dass Lolly vielleicht jemanden gefunden hat, der sich um sie kümmert. Aber vielleicht irrt sie doch noch herum.“ Die Kraillingerin hat nun Kleinanzeigen geschaltet und Radiosender um Hilfe gebeten. Sie sagt: „Ich gebe nicht auf.“ Sie hat ein Versprechen einzulösen.

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