Giftiger Schutt noch immer in Kiesgrube

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2xva2FsZXMvd3Vlcm10YWwva3JhaWxsaW5nL2dpZnRpZ2VyLXNjaHV0dC1ub2NoLWltbWVyLWtpZXNncnViZS0yNzcxNzg5Lmh0bWw=2771789Giftiger Schutt noch immer in Kiesgrube0true
    • 26.02.13
    • Krailling
    • Drucken

Giftiger Schutt noch immer in Kiesgrube

    • recommendbutton_count100
    • 0

Krailling - Der von der Kraillinger Recycling-Firma Technosan illegal entsorgte giftige Bauschutt ist bis heute aus der Kiesgrube nicht restlos abtransportiert.

Im Juli 2012 stieß ein Kontrolleur bei einer Routineüberprüfung in der Kiesgrube der Firma Freudlsperger bei Mühldorf auf dort illegal entsorgten Teerschutt. Wenig später wurde die Kraillinger Firma Technosan als Verursacher ausgemacht (wir berichteten). Heute, sieben Monate später, ist der krebserregende Müll, knapp 22 000 Tonnen, noch immer nicht restlos in entsprechend abgesicherte Deponien verfüllt.

Dabei könnten die Arbeiten längst abgeschlossen sein. Doch der Bescheid an das Kraillinger Unternehmen, das belastete Material aus der Grube zu schaffen, erging nach Auskunft von Freudlsperger vom Landratsamt Mühldorf erst am 19. Dezember - einen Tag vor der Liquidation von Technosan. „Das war schlichtweg zu spät“, sagt Tom Roßhuber, Geschäftsführer der Firma Freudlsperger. Dabei hatte sein Unternehmen schon im Sommer vergangenen Jahres auf einen schnellen Abtransport gedrängt, um eine Umweltgefährdung auszuschließen. Auch der Vorschlag, eine Pressekonferenz einzuberufen und an die Öffentlichkeit zu gehen, fand laut Roßhuber bei Behörden und Staatsanwaltschaft kein Gehör. Er habe Verständnis dafür, dass laufende Ermittlungen nicht behindert werden sollten, so Roßhuber. „Aber es ging auch um einen Umweltskandal.“

Laut Roßhuber hat Technosan im Sommer 2012 sofort belastetes Material zurückgenommen, allerdings nur geringe Mengen. Landratsamt und Ermittlungsbehörden hätten den Abtransport gestoppt. Erst vor zwei Monaten sei die Räumung der Grube fortgesetzt worden, höher belastete Materialien werden in die Freudlsperger-Deponie nach Neuötting verschafft, weniger kontaminierte Stoffe in eine Lagerstätte in Haiming. Mit Unterstützung von Technosan, das sechs Lkw, einen Bagger und den Diesel für die Fahrzeuge stellt. Dieses Zugeständnis konnte nach Gesprächen mit dem Liquidator erzielt werden. Auf Freudlsperger kommen im Zuge des Umweltskandals ohnehin hohe Kosten zu, denn das Unternehmen haftet als Betreiber der Kiesgrube in jedem Fall. Roßhuber rechnet mit Kosten im sechsstelligen Bereich.

Seiner Firma sei das belastete Material von Technosan regelrecht untergeschoben worden, sagt der Geschäftsführer. Die teerhaltigen und damit giftigen Bestandteile seien bei Anlieferung unkenntlich gemacht worden und mit einer lehmartigen Masse ummantelt gewesen. „Und die Analysepapiere waren astrein gefälscht.“ Womit die Entsorgungskosten um das Zehnfache billiger wurden. In der Kiesgrube in Mühldorf fallen pro Tonne fünf Euro an, auf einer abgesicherten Deponie wären es 50 Euro gewesen.

Die Räumung der Kiesgrube in Mühldorf soll diese Woche endlich abgeschlossen werden. Roßhuber: „Wir sind in den letzten Zügen. Wenn es zu schneien aufhört, schaffen wir es.“

zurück zur Übersicht: Krailling

Kommentare

Kommentar verfassen

Wetter für München und Bayern

Bilder aus der Region

Rührender Abschied von TV-Star Philipp Brammer

Beerdigung Philipp Brammer
weitere Fotostrecken:

Mehr Nachrichten aus dem Würmtal

Phantasiewelt aus Alltäglichem

Phantasiewelt aus Alltäglichem

Pasing - Für Passanten und Radfahrer ist es zurzeit eng im Tunnel am Hermann-Hesse-Weg in Pasing. Der Künstler Martin Blumöhr aus München gestaltet die 90 Meter lange Tunnelwand neu.Mehr...

Wo bekannte Würmtaler Urlaub machen

Wo bekannte Würmtaler Urlaub machen

Würmtal - Im Sommer zieht es viele Menschen ins Ausland. Auch Würmtaler Bürgermeister, Schauspieler und Kulturbeauftragte freuen sich auf eine Auszeit in wärmeren Gefilden.Mehr...

Besonders beliebt

  • Meistkommentierte Artikel
  • Meistgelesene
  • Themen
Guten Mutes: Planeggs 2. Bürgermeister Peter Heizer. js

U-Bahn: Einigung steht kurz bevor

Planegg - Die Gemeinde Planegg steht kurz vor dem Durchbruch in den Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern über den Bau der U-Bahn. „Es fehlen nur noch Nuancen“, sagt 2. Bürgermeister Peter Heizer.Mehr...

Dreharbeiten vor dem zum Polizeipräsidium umfunktionierten Gräfelfinger Rathaus: Produzentin Stephanie Krenzler (v.l.) mit den Darstellern Alexandra von Giese, Mira Bartuschek, Yanis Scheurer und Max von Thun sowie Regisseur Jan Ruzicka. f: js

Dreharbeiten in Gräfelfing: Rathaus wird zu Polizeipräsidium

Gräfelfing - Und ... Action: Das Rathaus Gräfelfing war jetzt Schauplatz von Dreharbeiten, und zwar für den ARD-Film „Der Kuss des Kommissars“.Mehr...

Das Gebiet zwischen Heide-Volm, Emeran Braun und Hackerberg entlang der S-Bahnlinie soll neu gestaltet werden. Professor Rudolf Scheuvens wird das Projekt begleiten. foto: google

Gemeinde engagiert Wiener Stadtplaner für Bahnhofs-Wettbewerb

Planegg - Professor Rudolf Scheuvens wird das Wettbewerbsverfahren zur Neugestaltung des Planegger Bahnhofsgeländes moderieren.Mehr...

Der am Klinikum Großhadern stationierte Rettungshubschrauber „Christoph München“ flog im ersten Halbjahr 652 Einsätze. foto: fkn

Rettungshubschrauber immer häufiger im Einsatz

Martinsried - Für die Martinsrieder Bürger sind es keine guten Neuigkeiten: 652 Mal waren die Besatzungen des Rettungshubschraubers „Christoph München“ im ersten Halbjahr 2014 im Einsatz.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.