Krailling verleiht drei Bürgermedaillen

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    • 24.01.13
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Krailling verleiht drei Bürgermedaillen

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Krailling - August Linner, Franz Xaver Schmid und Ernst Kolm sind im Rahmen des Kraillinger Neujahrsempfang mit der Bürgermedaille ausgezeichnet worden.

Dass die Gemeinde Krailling ihre Bürgermedaillenträger 2012 erst jetzt ehrte, hat zumindest eine positive Seite. Nachdem der Gemeinderat sein Weihnachtsessen und die bislang im Vorfeld abgehaltene Ehrung gestrichen hat, bedurfte es eines neuen Rahmens für die Feierstunde. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirchen sowie Vereinsvorstände und Honoratioren der Gemeinde kamen so am Mittwoch erstmals in den Genuss eines Neujahrsempfangs. Eine Premiere, die Bürgermeisterin Christine Borst dazu nutzte, die rund 100 Besucher über Prioritäten der Gemeindepolitik zu informieren. „Die Schwerpunkte, die der Gemeinderat für dieses Jahr oben auf die Agenda gesetzt hat, lauten kurz und bündig: Bildung, Kinder- und Familienfreundlichkeit, Wirtschaftsförderung und Unterstützung unserer Vereine, Verbände und Institutionen.“ Große Sprünge könne sich die Gemeinde allerdings nicht leisten, so die Bürgermeisterin, was maßgeblich an der strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen liege.

Mit der Bürgermedaille ehrte Borst am Mittwoch drei Gemeindebürger: August Linner (62), Franz Xaver Schmid (85) und Ernst Kolm (84). Linner erhielt die Auszeichnung für seine Verdienste um den Erhalt der historischen Linner-Mühle, die sein Großvater 1892 an der Würm errichtet hatte. Mit Geldern aus dem Denkmalschutzfond hat Linner die in den 70er Jahren stillgelegte Mühle restauriert. In Handarbeit baute er selbst das Wasserrad nach, das zunächst die Mühle und später darüber hinaus das Sägewerk antrieb; heute liefert dieses Strom für sein Wohnhaus. Im romantischen Ambiente der Linner-Mühle werden inzwischen kulturelle Veranstaltung und Trauungen durchgeführt. „Die Mühle ist ein technisches Denkmal und eine Rarität, die weit über die Grenzen Kraillings die Menschen zur Besichtigung anzieht“, erklärte Borst.

Schmid und Kolm haben sich um die Erforschung der Geschichte Kraillings verdient gemacht - vor allem um die Fortschreibung der Kraillinger Chronik. Im Zuge seiner Forschungen hat Kolm Gemeinderatsprotokolle von der altdeutschen in die lateinische Schrift übertragen. Damit habe er es kommenden Generationen ermöglicht Beschlüsse einstiger Ratsgremien nachzulesen, so Borst.

Während Kolm im 3. Band der Kraillinger Chronik federführend die Zeitspanne von 1920 bis 1933 bearbeitet hat, widmete sich Schmid vorrangig der Zeit nach 1945, als sein Schwiegervater Johann Baptist Huber über mehrere Perioden ehrenamtlicher Bürgermeister der Würmtal-Gemeinde war. Der heute 85-Jährige war auch selbst politisch aktiv. Schmid saß 24 Jahre im Gemeinderat (1960 bis 1984), die letzten zwölf Jahre als 2. Bürgermeister. „Seine persönliche Stärke ist das Zugehen auf die Menschen und das Zuhörenkönnen. Das musste er in seinem Leben auch: Schmid, studierter Altphilologe, unterrichtete an einem Münchner Gymnasium und zog mit seiner Frau elf Kinder groß. Der Pentenrieder engagiert sich auch stark in der der Kirchengemeinde St. Benedikt. Nach seiner Pensionierung ließ er sich zum Diakon ausbilden und empfing 1994 die Weihe.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs verabschiedete Borst die Rektorin Hermine Freystätter, die seit dem Jahr 2000 die Grundschule leitet. Die 65-Jährige geht am 8. Februar in den Ruhestand, ihre Nachfolge wird Alexandra Helfrich antreten. Mit dem Namen Freystätter sei in Krailling untrennbar die Einführung der Ganztagesklassen zum Schuljahr 2009/10 verbunden, sagte Borst. Damals ein Pilotprojekt, das die Rektorin ohne jegliche Vorbilder in Angriff nahm. Nicht zuletzt dank des guten Rufs der Schule sei die Schülerzahl während Freystätters Amtszeit von knapp 200 auf heute rund 300 gestiegen.

Für ihre Leistungen erhielt Freystätter ein „Zeugnis der allgemeinen Pensionsreife“ - ausgestellt von ihrer ehemaligen Sekretärin Anette Friedrich, die heute im Kraillinger Rathaus tätig ist. Nie habe es in der Vergangenheit Klagen über die Rektorin gegeben, weder von den Aufsichtsbehörden noch vom Sachaufwandsträger. Friedrich: „Deshalb werden Sie heute in die Sonderklasse der Pensionisten aufgenommen.“

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Kommentare

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Hans_Werner25.01.2013, 07:52
(5)(0)

Lieber Merkur, nicht Kolm saß 24 Jahre und davon die letzten 12 Jahre als 2. Bgm im Gemeinderat sondern Schmid!

Des weiteren, ich halte es eine Farce von der Frau Bürgermeisterin, dass diese Bürgermedaille in Rahmen einer NICHT!!!-öffenltichen Veranstaltung verliehen wurde!

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